Milliardenschwerer Rüstungsauftrag: Gute Karten für Boeing

Milliardenschwerer Rüstungsauftrag: Gute Karten für Boeing

Die Offerten des Boeing-Rivalen und Eurofighter-Konsortiums um EADS sowie des dritten Bewerbers Lockheed Martin aus den USA überschritten die Budgetvorgaben der Regierung in Seoul, verlautete am Montag aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen.

EADS erklärte, an der Offerte festzuhalten. Zudem sei das Unternehmen für konstruktive Gespräch mit der für die Bewertung der Angebote zuständigen südkoreanischen Behörde DAPA offen.

Das Angebot von Boeing zur Lieferung von 60 Kampfjets liege als einziges unter dem von der Regierung gesetzten Limit von 7,4 Milliarden Dollar, sagten die Insider. Eine abschließende Entscheidung werde aber nicht vor Mitte September erwartet. Der Preis, den Boeing verlangt, sei jedoch ein wichtiges Merkmal für den Gewinn der Ausschreibung, sagten die Insider. Boeing ist mit seinem jüngsten Modell des F-15-Kampfjets im Rennen, dem F-15 Silent Eagle. Das Konsortium um EADS bietet den Eurofighter zum Verkauf und Lockheed Martin den F-35.

Eine Offerte liegt im Rahmen

Am Freitag hatte die südkoreanische Behörde DAPA bereits mitgeteilt, dass mindestens eine Offerte im Rahmen der Budgetpläne liege. Namen nannte sie nicht. Wer den Zuschlag erhält, entscheidet ein Komitee unter Vorsitz des südkoreanischen Verteidigungsministers. Die Bewertung der drei Modelle soll nächsten Monat abgegeben werden. Die Regierung darf per Gesetz keinen Vertrag unterzeichnen, der das vorgesehene Budget überschreitet.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap hatte bereits berichtet, dass die Angebote des Eurofighter-Konsortiums und von Lockheed nicht mehr infrage kämen. Insidern zufolge änderte EADS die vereinbarten Konditionen einseitig, um den Preis im Rahmen zu halten. Daher werde die Offerte von EADS in der Kategorie "überschreitet das Budget" eingestuft. Der Vertriebschef der Rüstungssparte des europäischen Konzerns, EADS Cassidian, Christian Scherer, erklärte: "Wir sind für jegliche konstruktive Diskussionen mit der DAPA offen." Auch Lockheed will nach eigenen Angaben vom Sonntag nicht aufgeben. Branchenexperten sagten indes, der Preis allein sei nicht entscheidend.

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