Metro-Chef übt sich bei Dax-Rückkehr in Geduld

Metro-Chef übt sich bei Dax-Rückkehr in Geduld

Metro-Chef Olaf Koch hat keine Eile, den Düsseldorfer Handelskonzern zurück in den Dax zu bringen.

"Natürlich wollen wir zurück in den Dax", so Koch zur Rheinischen Post, "Aber wir machen einen Schritt nach dem anderen. Wer nur auf kurzfristige Erfolge schaut, ist ein Spekulant." Das habe nichts mit nachhaltiger Unternehmensführung zu tun.

Metro war Ende September aus dem Leitindex abgestiegen. Die Metro AG selbst notierte erstmals 1996 im Dax, die später in dem Handelskonzern aufgegangene Vorgänger-Gesellschaft Kaufhof war schon ab 1987 dabei. In der Regel sind der Dax als Leitindex und die darin vertretenen Werte für internationale Investoren interessanter als Aktien aus der zweiten und dritten Börsenliga.

Um wieder in den Dax einzuziehen, müsste Metro seinen Aktien wieder auf die Sprünge zu helfen. Doch die Aussichten sind trübe: Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr erwartet der Handelskonzern unter dem Strich einen Gewinn "nahe Null".

Trotz Kursabstürzen der Aktie nach negativen Einschätzungen Kochs zur Konjunktur will der Metro-Chef bei seiner Haltung bleiben: "Wir können uns die Märkte nicht schönreden. Manchmal tut die Wahrheit weh."

Interesse signalisierte der Manager an der Media-Saturn-Minderheitsbeteiligung von Erich Kellerhals, mit dem sich Metro seit langem einen erbitterten Streit liefert. Falls dessen Anteil zum Verkauf stünde, würde die Metro ihn kaufen, sagte Koch. "Aber das ist derzeit kein Thema." Metro hält zwar rund 78 Prozent an Europas größter Elektrohandelskette, doch Kellerhals besitzt umfassende Vetorechte.

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