Mercedes vs. BMW: Eine einzige Rabattschlacht um US-Kunden

Mercedes vs. BMW: Eine einzige Rabattschlacht um US-Kunden

Das Unternehmen erlässt einigen Kunden mehr Monatsraten als dies bei einem ähnlichen Programm der Bayerische Motoren Werke (BMW) der Fall ist. Zudem gewährt Mercedes-Benz “VIP-Kunden” Preisnachlässe von bis zu 5000 Dollar.

Mitte Oktober war zunächst bekannt geworden, dass BMW entsprechende Angebote an aktuelle Kunden, die Wagen aus dem Modelljahr 2010 fahren, verschickt hatte. Sie bekamen den Angaben zufolge bis zu drei Raten geschenkt, wenn sie ein neues oder ein zertifiziertes gebrauchtes Auto kaufen. Das zeigt ein Schreiben an Autohäuser aus dem Oktober.

Mercedes Benz hatte ebenfalls ein Programm für 2012-Modelle gestartet - es umfasste Bar-Angebote und spezielle Leasing- Deals, wie nun aus einem Memo an Händler hervorgeht. Besitzer aller Modelle, mit Ausnahme des ML450-Hybrid-SUV-Wagens, durften demnach bis zu fünf Raten weglassen, und zwar wenn sie sich dazu entschieden, ein Fahrzeug aus dem Modelljahr 2012 oder aus dem Modelljahr 2013 über Mercedes-Benz Financial Services zu kaufen oder auch zu leasen.

Beide Programme, das von Mercedes und das von BMW Financial Services, liefen am 31. Oktober aus. Im Vormonat, September, hatte Mercedes 23.156 Autos in den USA verkauft, ein Plus von sieben Prozent. Bei BMW stieg der Absatz nur um 0,1 Prozent auf nun 21.761 Fahrzeuge, verglichen mit dem gleichen Monat im vergangenen Jahr.

Mit Blick auf die ersten neun Monate des Jahres wurden damit in den Vereinigten Staaten genau 5221 mehr Mercedes-Benz-Autos verkauft als BMWs. Beide Hersteller kämpfen klar um die Spitzenposition auf dem US-Luxus-Markt.

Jesse Toprak, Branchen-Analyst von TrueCar.com, begründete die Führung von Mercedes-Benz vor allem mit zwei Faktoren: den Erfolg mit neuen Modellen und das Angebot von recht aggressiven Leasing-Sonderangeboten.
Mercedes nutzt die so genannten Lease-Pull-Ahead-Promotions bereits seit fast einem Jahrzehnt. Das erklärte Sprecherin Donna Boland gegenüber Bloomberg News. Entsprechende Programme seien mehrmals 2012 gestartet worden. “Es geht nicht nur darum, die Nummer 1 eins zu sein”, sagte Greg Goodwin, Chef von Kuni Automotive. Die Firma betreibt 14 Autohäuser in den USA, darunter auch eines für BMW-Fahrzeuge. “BMW und Mercedes haben auch mit weltweitem Wettbewerb zu tun, das Auf und Ab der globalen Nachfrage.” Die Programme der beiden Hersteller aus Deutschland seien letztlich gute Nachrichten für Kunden im Luxussegment.

Größtes Jahresminus in 19 Jahren

In Europa steuert der Autoabsatz auf das bislang größte Jahresminus in 19 Jahren zu - nach einem Rückgang von rund 11 Prozent in September, wie die Brüsseler Branchenvereinigung European Automobile Manufacturers’ Association am 16. Oktober erklären ließ. Auch auf dem chinesischen Markt gab es zuletzt einiges an Problemen. Betroffen davon sind vor allem japanische Marken wie etwa Lexus von Toyota Motor. Vorausgegangen waren einige Gebietsstreitigkeiten zwischen den beiden Nationen. Viele chinesische Autokäufer entschieden sich daraufhin, keine Wagen aus Japan mehr zu kaufen.

“All das deutet darauf hin, dass immer mehr Wagen in die USA kommen”, sagte Goodwin. Er geht davon aus, dass BMW für den Rest des Jahres beim Wettbewerb mit anderen Luxusherstellern wie Mercedes mithalten wird. “Unser Geschäft erholt sich recht gut. Und es gibt noch immer eine Menge Nachholbedarf.”

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