McDonalds-Mitarbeiter wollen mehr Lohn: Etliche Demonstranten verhaftet

McDonalds-Mitarbeiter wollen mehr Lohn: Etliche Demonstranten verhaftet

Anlässlich der Hauptversammlung protestierten über 2000 Menschen vor der Firmenzentrale; über 100 wurden von der Polizei festgenommen. In Österreich hat McDonald's 9400 Mitarbeiter.

Bei Protesten für einen höheren Stundenlohn in den US-Filialen von McDonald's ( ISIN: US5801351017 ) sind zahlreiche Mitarbeiter verhaftet worden. Nach Gewerkschaftsangaben hatten sich am Mittwoch vor der Firmenzentrale in Oak Brook im Bundesstaat Illinois mehr als 2.000 Menschen versammelt, um mit Schildern wie "Wir sind mehr wert" auf ihre niedrigen Einkommen hinzuweisen.

Nachdem die Demonstranten sich geweigert hätten, das Gelände zu verlassen, seien mehr als 100 von ihnen von der Polizei festgenommen worden, erklärten die Organisatoren der Aktion. Heute, Donnerstag, ist die Hauptversammlung von McDonald's, was eine Bühne für Kritiker ist. Im vergangenen Jahr hatte eine Neunjährige Konzernchef Don Thompson in die Mangel genommen und ihm vorgeworfen, Kinder zu ungesundem Essen zu verleiten. In diesem Jahr machen nun die Mitarbeiter mobil. Sie verlangen einen Stundenlohn von 15 Dollar (umgerechnet 11 Euro). Der Durchschnittslohn in der Branche liegt nach Angaben des Arbeitsministeriums bei 9,08 Dollar. Manche Beschäftigte bekommen aber nur den gesetzlichen Mindestlohn von 7,25 Dollar und haben seit Jahren keine Erhöhung gesehen.

9400 Mitarbeiter in Österreich

In Österreich betreibt McDonald's 189 Restaurants und beschäftigt rund 9400 Mitarbeiter, davon rund 150 Lehrlinge. Im Jahr 2013 wurde ein Rekordumsatz von 560 Millionen Euro erwirtschaftet. Österreichweit findet man rund 60 Nationalitäten unter den Mitarbeitern, das Durchschnittsalter beträgt 32 Jahre. Aktuell arbeiten rund 120 Menschen mit Beeinträchtigung im McDonald’s Österreich Team. Laut Basispressemappe will das Unternehmen heuer in Österreich 300 neue Arbeitsplätze schaffen.

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