Manchester United stürmt an die Wall Street

Manchester United stürmt an die Wall Street

Eigentümer hatten Börsegang schon im Vorjahr überlegt, mussten diesen aber verschieben.

Der englische Fußballklub Manchester United will nun in den USA an die Börse gehen - eigentlich war ein IPO in Singapur geplant gewesen. Englische Medien berichten nun, der Klub erhoffe sich nun mehr Chancen bei US-Investoren. Der Hintergrund: In Asien wäre Manchester United - heuer in der Liege hinter dem Stadtrivalen City nur Zweiter - vor allem als Sport-Franchise etabliert. In den USA hingegen will sich United als Medien-Business aufstellen - was genau das im Detail heißen soll, ist nicht klar. Offenbar sollen Investoren mit der Aussicht auf Mitglieder, die etwa für Videos zahlen sollen, angelockt werden.

Der Klub gehört der Familie Glazer, die von Florida aus in Sportvereine investiert - ihnen gehört beispielsweise das American Football-Team der Tampa Bay Buccaneers. Mindestens 600 Millionen Pfund sollen durch das IPO erlöst werden; 25 bis 30 Prozent der Anteile sollen an die Börse gehen. Der Klub insgesamt soll derzeit einen Wert von zwei Milliarden Pfund haben; weltweit gibt es laut Vereinsangaben an die 660 Millionen Fans.

Auf der Soll-Seite steht allerdings auch einiges zu Buche: Die Schulden von United betragen laut Gerüchten an die 425 Millionen Pfund. Sportlich ist der Verein durch die immense Aufrüstung des Stadtrivalen unter Druck gekommen. Ein IPO war eigentlich schon für das Vorjahr geplant gewesen, musste allerdings wegen der Finanzkrise abgesagt werden.

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