Männer investieren riskanter

Männer investieren riskanter

Anleger vertrauen vor allem sich selbst, Aktien bleiben beliebteste Form des Investments.

Zugegeben: Vor kurzem haben wir über Studien behauptet , sie würden oft nur das Offensichtliche aussagen. Auch die jüngste Studie von Nielsen über die Investment-Angewohnheiten in aller Welt enthält einige Allgemeinplätze – zum Beispiel die Aussage, dass Online-Banking das traditionelle Bankgeschäft über die Filiale zusehends verdrängt. Aber sonst sind darin einige interessante Tatsachen zum Thema Investieren enthalten:

Männer riskieren mehr

Männer sind generell aggressiver, wenn es um Investments geht. Ein Drittel der Männer in Asien, Europa und dem Mittleren Osten akzeptieren Verlust von 15 bis 20 Prozent, wenn es um entsprechende Anlage-Entscheidungen geht. Insgesamt überwiegt aber der Typus „moderates“ Verhalten: 29 Prozent von Männer und Frauen sind bereits, plus/minus zehn Prozent hinzunehmen. Nur sieben Prozent können sich vorstellen, auch bei einem Minus von 20 Prozent und mehr nicht gleich alles hinzuwerfen. In Europa sind die Anleger generell vorsichtiger als in Nordamerika. Besonders risiko-avers (wie es so unschön heißt) sind die Investoren in Lateinamerika und im Mittleren Osten.

Männer sind aktiver

Noch mehr zum Thema Frauen versus Männer: In Europa sind Männer generell deutlich aktiver beim Investieren – nämlich laut Nielsen doppelt so aktiv. Ähnliches gilt für Nordamerika. Weit weniger gravierend sind die Unterschiede in Asien.

Asiaten lieben Aktien

Weltweit bleiben Aktien die bevorzugte Art, sein Geld (hoffentlich) zu vermehren. Vor allem in Asien sind diese die beliebteste Anlageform: 73 Prozent der Anleger wählen Aktien. In Europa sind 49 Prozent von dieser Variante überzeugt, 44 Prozent wählen Fonds, 20 Prozent stecken ihr Vermögen in Edelmetalle. In den USA haben 67 Prozent der Anleger Aktien am liebsten.

Vertrauen in sich selbst
Auf wen horchen Anleger? Am liebsten auf sich selbst – knapp die Hälfte vertraut nur ihrer eigenen Meinung, wenn es um das eigene Geld (oder das der Schwiegermutter, siehe KHG) geht; in Europa sind es laut Nielsen genau 54 Prozent. Hingegen ziehen nur 17 Prozent einen Finanzberater zu Rate. Gar nur acht Prozent hören sich ab und zu an, was Kommentatoren und angebliche Experten in den Medien empfehlen.

Österreich ist Nummer zwei

Zu guter Letzt weist auch diese Statistik von Nielsen einen Punkt auf, in dem Österreich zur Spitzenklasse zählt: Es handelt sich um die Kategorie „Rückzahlung der Kreditkartenausgaben“, also ob und in welcher Höhe die offenen Kreditkartenabrechnungen beglichen werden. Hier sind die Österreicher die Nummer zwei, wenn es um die vollständige Begleichung der Schulden bei MasterCard, Amex und Visa geht: 88 Prozent begleichen jedes Monat die offenen Posten. Nummer eins ist hier Taiwan, Nummer drei Japan. Am anderen Ende der Skala liegt Kolumbien: Dort bezahlt mehr als die Hälfte der Kreditkarten-Nutzer am Ende des Monats nur das Minimum.

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