Lufthansa-Tochter AUA muss Passagierrückgang verkraften

Lufthansa-Tochter AUA muss Passagierrückgang verkraften

Zusammen mit ihren Töchtern Germanwings, Swiss und Austrian Airlines (AUA) beförderte Europas größte Fluggesellschaft Lufthansa im abgelaufenen Monat dank eines ausgeweiteten Flugangebots rund 10,3 Millionen Passagiere und damit 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Auslastung der Flieger ging allerdings leicht auf 84,7 Prozent zurück, wie der Konzern am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Der österreichischen Tochter AUA hat der wichtige Sommermonat Juli indes kein Passgierplus gebracht. Die Zahl der beförderten Passagiere war mit 1,1 Millionen um 0,6 Prozent niedriger als im Juli 2012. Nach Angaben des Vorstands war das erwartet worden, da die AUA auch weniger Flüge angeboten habe.

Zuwächse zum Ferienbeginn meldete auch die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss. Sie hat im Juli 1,52 Millionen Passagiere transportiert. Das waren 1,6 Prozent mehr als im Juli letzten Jahres. Die Zunahme widerspiegelt sich auch in den Absatzzahlen. Die verkauften Sitzkilometer stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent, wie die Swiss am Freitag mitteilte. Gleichzeitig sank die Zahl der Flüge um 2,1 Prozent, weshalb die Auslastung leicht anstieg: Um 0,3 Prozent auf 89,0 Prozent.

Die Swiss steht mit dieser Auslastung innerhalb des Lufthansa-Konzerns am besten da. Die Auslastung der Lufthansa-Maschinen (inklusive Regionalgesellschaften und Germanwings) lag bei 84,1 Prozent, die der Austrian Airlines bei 83,5 Prozent.

Im Frachtgeschäft ging in der Lufthansa-Gruppe der Trend hin zu längeren Flügen. Lufthansa Cargo und die übrigen Gesellschaften im Konzern beförderten zusammen 165.000 Tonnen Fracht und Luftpost und damit 0,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bezogen auf die Länge der Flugstrecke legte die Verkehrsleistung jedoch um ein Prozent auf 873 Millionen Tonnenkilometer zu. Die Auslastung der Frachträume verschlechterte sich dabei um 1,6 Prozentpunkte auf 67,1 Prozent.

"Die stabil ausgefallenen Verkehrszahlen sind unspektakulär gewesenen", sagte Analyst Jochen Rothenbacher von Equinet. Das stabile Preisumfeld sei positiv gewesen. Das Frachtgeschäft habe sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Rothenbacher stuft die Lufthansa-Aktie mit "Hold" ein. Der Ferienmonat Juli hat mehr Fluggäste, aber keine volleren Maschinen beschert.

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