Lufthansa will heuer operativen Gewinn einfliegen

Lufthansa will heuer operativen Gewinn einfliegen

Die Airline wird heuer vorraussichtlich eine kleinere Tankrechnung haben. Die Ausgaben für Kerosin sollen von 6,9 Milliarden Euro auf 7,1 Milliarden Euro sinken. Bis 2015 soll der Gewinn auf 2,3 Milliarden Euro anwachsen.

Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa sieht sich nach den Sparbemühungen des vergangenen Jahres auf Kurs zu ihren Gewinnzielen. Belastet von Sonderaufwendungen vor allem für das Sparprogramm "Score", will die Airline 2013 weiterhin einen operativen Gewinn von 600 bis 700 Mio. Euro ausweisen, geht aus einem Bericht der Finanzchefin Simone Menne hervor, der am Montag in New York präsentiert wird.

Bis 2015 soll der operative Gewinn weiterhin auf 2,3 Mrd. Euro steigen. Für das laufende Jahr erwartet die Lufthansa im Schnitt sinkende Ticketpreise. Dennoch soll es 2014 dank geringerer Treibstoffkosten weiter aufwärtsgehen. Die Konzernspitze rechnet mit einer Treibstoffrechnung von 6,9 Mrd. Euro, rund 200 Millionen weniger als im abgelaufenen Jahr. Die sinkenden Durchschnittserlöse im Passagiergeschäft begründet Menne mit dem größeren Anteil von Economy-Tickets: Die Lufthansa verkleinert in vielen ihrer Maschinen die weniger gefragte, aber lukrativere Business Class. Im Gegenzug führt sie wie schon andere Gesellschaften vor ihr eine aufgewertete Touristenklasse mit dem Namen Premium Economy ein.

Lufthansa-Aktien stiegen teilweise um bis zu sieben Prozent

Die Aktien der Deutschen Lufthansa sind am Freitag mit einem Plus von bis zu sieben Prozent an die Dax-Spitze geschossen. Händler erklärten die hohe Nachfrage nach den Papieren zudem mit einem positiven Analystenkommentar.

"Die Analysten von Mainfirst halten die Aktien 'too cheap to ignore', das hilft", sagte ein Marktteilnehmer. Das Analysehaus Mainfirst bescheinigte den Lufthansa-Titeln im Vergleich zu Mitbewerbern 2014 Aufholpotenzial und hoben das Kursziel auf 18 von 16 Euro an. Die Lufthansa-Aktien kletterten am Freitag um bis zu sieben Prozent auf 17,06 Euro und notierten damit so hoch wie seit rund sieben Monaten nicht mehr. In den vergangenen sechs Monaten haben die Titel 4,3 Prozent zugelegt. Damit haben sie sich deutlich schlechter entwickelt als der Stoxx-Sektorindex Europe 600 Travel & Leisure, der rund zwölf Prozent gewann.

Jahresbilanz wird Mitte März vorgestellt

Die Jahresbilanz 2013 stellt der Mutterkonzern der Austrian Airlines Mitte März vor. Es dürfte einer der letzten Auftritte von Chef Christoph Franz werden, der seinen bis Ende Mai laufenden Vorstandsvertrag nicht verlängert und zum Schweizer Pharmariesen Roche wechselt. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.

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