Lloyds und Royal Bank of Scotland werden reprivatisiert

Lloyds und Royal Bank of Scotland werden reprivatisiert

Die britische Regierung wird in der kommenden Woche Kreisen zufolge so deutlich wie nie zuvor signalisieren, ihre Anteile an den verstaatlichten Instituten Lloyds und Royal Bank of Scotland abzustoßen.

Dies werde Finanzminister George Osborne bei der traditionellen Mansion-House-Rede am Mittwoch ankündigen, verlautete am Montag aus Politik- und Branchenkreisen. Die staatliche Beteiligungsgesellschaft UKFI hat sich demnach aber noch nicht festgelegt, wie die Anteile privatisiert werden sollen.

Die britische Regierung hatte im Zuge der Finanzkrise die Banken mit 66 Milliarden Pfund (78 Milliarden Euro) gestützt und besitzt 81 Prozent der RBS und 39 Prozent von Lloyds. Osborne will zunächst den Bericht eines Parlamentsausschusses abwarten, der noch an diesem Donnerstag veröffentlicht werden könnte. Das Gremium wird darin voraussichtlich Vorschläge zur Zukunft der beiden Institute unterbreiten und könnte eine Zerschlagung der RBS empfehlen. Lloyds hat einen Marktwert von 44 Milliarden Pfund und RBS etwa 20 Milliarden. Nach einem Bericht der "Financial Times" könnte die Londoner Regierung in diesem Jahr einen zehnprozentigen Lloyds-Anteil vor allem an institutionelle Anleger abstoßen.

Das einflussreiche Institut Policy Exchange forderte unterdessen, dass die Mehrheit der Aktien an Kleinanleger geht. So könnte die Regierung 48 Millionen Steuerzahlern anbieten, Papiere zu zeichnen und einen Basispreis festlegen. Würde die Aktie über diese Marke steigen, hätten die Anleger einen Gewinn erzielt.

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