Litauen: Panik und Bankrun wegen Swedbank-Gerüchten

Litauen: Panik und Bankrun wegen Swedbank-Gerüchten

Nachdem die Swedbank das Gerücht als unbegründet zurückgewiesen und polizeiliche Ermittlungen verlangt hatte, warnte Ministerpräsident Algirdas Butkevicius vor möglichen Auswirkungen auf einzelne Institute und das gesamte litauische Bankensystem.

Der Regierungschef verurteilte das Verbreiten von derartigen Gerüchten als "ordnungswidriges Verhalten" und betonte, die Banken in Litauen seien in keiner Weise gefährdet. Die litauische Zentralbank ließ ihrerseits wissen, dass alle Banken des Landes auf "stabile und verlässliche Weise" arbeiteten.

Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten bei der im Baltikum stark vertretenen schwedischen Bank hatten am Mittwoch laut regionalen Medienberichten im Westen Litauens zu Panikabhebungen und langen Schlangen vor den Bankfilialen geführt. Ähnliche Phänomene traten in den vergangenen Jahren auch in den anderen baltischen Staaten immer wieder auf.

Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 brachen im Baltikum mehrere große Finanzinstitute zusammen: Die lettischen Geldhäuser Parex und Krajbanka, sowie die litauische Bankas Snoras. Auch ausländische Banken, darunter die Swedbank und die ebenfalls schwedische SEB, erlitten im Zusammenhang mit der Krise im Baltikum schwere Verluste, konnten sich davon jedoch wieder erholen.

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