Linde: Wolfgang Reitzle verwöhnt die Aktionäre

Linde: Wolfgang Reitzle verwöhnt die Aktionäre

Linde-Chef Wolfgang Reitzle will in den letzten Jahren seiner Industriekarriere nochmal Gas geben. Der Manager legte die Latte für die Gewinnziele seines Hauses am Donnerstag höher

Bis 2016 soll das operative Ergebnis des Industriegase-Konzerns fünf Milliarden Euro erreichen. Reitzle hatte es im vergangenen Jahr auf den bisherigen Rekordwert von gut 3,5 Milliarden Euro geschraubt. Mit der neuen mittelfristigen Prognose steckte der Linde-Chef bereits den Kurs für seinen noch nicht benannten Nachfolger ab. Reitzle will 2014 bei den Münchnern aufhören.

Für das laufende Jahr peilt das Münchner Unternehmen bei steigendem Umsatz ein operatives Ergebnis von mindestens vier Milliarden Euro an, wie der Konzern mitteilte. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Linde bei einem Umsatzplus von gut einem Zehntel auf 15,28 Milliarden Euro einen Zuwachs des operativen Gewinns in etwa gleichem Umfang auf 3,53 Milliarden Euro. Die Zahlen lagen im Rahmen der Analystenerwartungen. "Wir haben uns gut behauptet, obwohl das Umfeld im Verlauf des Jahres 2012 zunehmend schwieriger wurde", sagte Reitzle.

Die Weltmarktspitze eroberte er noch nicht zurück. Der französische Erzrivale Air Liquide nahm 2012 noch rund 46 Millionen Euro mehr ein als die Bayern.

Reitzle will seine Aktionäre weiter verwöhnen: Sie sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 2,70 Euro je Anteilsschein nach zuvor 2,50 Euro erhalten. Am Sparkurs für Linde will er festhalten. Zwischen 2013 und 2016 sollen die Bruttokosten um insgesamt 750 bis 900 Millionen Euro sinken, hieß es. Auch über diesen Weg soll die Rendite auf das eingesetzte Kapital auf 14 Prozent von zuletzt 11,5 Prozent steigen.

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