Linde zieht Auftrag in Saudi Arabien an Land

Linde zieht Auftrag in Saudi Arabien an Land

Der Münchener Konzern Linde soll für den saudiarabischen Petrochemieriesen Sabic die weltgrößte Anlage zur Abtrennung und Aufreinigung von Kohlendioxid (CO2) bauen.

Die Sabic-Tochter United Jubail Petrochemical Company wolle rund 1500 Tonnen des Gases pro Tag aus Ethylen-Anlagen für die Weiterverwendung abtrennen, teilte Sabic am Mittwoch mit. Mit der Anlage baue Sabic das Angebot aus Industriegasen aus, sagte der für Strategiefragen im Sabic-Chemiegeschäft zuständige Manager, Yousef Al-Zamel. Es sei das erste von mehreren ähnlichen Projekten, die nächstes Jahr umgesetzt würden.

Branchenkreisen zufolge hat der Auftrag an Linde ein Volumen von etwa 70 bis 75 Millionen Dollar. Sabic zufolge soll die sogenannte CCU-Anlage im Jahr etwa 500.000 Tonnen des Gases auffangen und abscheiden. Ein Teil des CO2 könne als Flüssiggas auch der Lebensmittel- und Getränkeindustrie angeboten werden. Diese nutzt CO2 unter anderem zur Konservierung. In der Petrochemie-Industrie wurde das Gas bislang vor allem in die Ölfelder gepumpt, um dort den Druck und damit die Förderung zu erhöhen.

CO2 ist in der Öffentlichkeit vor allem als Klima-Killer bekannt. Der CO2-Ausstoß in die Atmosphäre gilt als eine der Hauptursachen für die globale Erwärmung.

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