Langer Winter und schlechtes Wetter verhageln Hornbach den Jahresstart

Langer Winter und schlechtes Wetter verhageln Hornbach den Jahresstart

Der lange Winter und das verregnete Frühjahr haben dem Baumarktkonzern Hornbach den Jahresstart vermiest. "So einen verhagelten Start haben wir und die gesamte Do-it-yourself-Branche noch nie erlebt", erklärte Konzernchef Albrecht Hornbach am Donnerstag zur Bilanz des ersten Quartals. Beim Konkurrenten Praktiker läuft indes das Geschäft noch schlechter.

"Schnee und Frost legten die Nachfrage in unseren Bau- und Gartenmärkten im März und in der ersten Aprilhälfte 2013 buchstäblich auf Eis." Hornbach rechnet aber damit, im weiteren Jahresverlauf wieder Boden gutmachen zu können. "Trotz dieses Dämpfers im ersten Quartal halten wir an unserer Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2013/2014 fest", ergänzte der Chef von Deutschlands drittgrößter Baumarktkette hinter Marktführer Obi und Bauhaus.

Der gesamten Branche macht das kühle und nasse Wetter zu schaffen. Vor allem Gartenartikel und Blühpflanzen finden nicht genügend Abnehmer. In der Hornbach-Holding, zu der neben der Baumarktkette auch ein Baustoffhandel und eine Immobilientochter zählen, schrumpfte der Umsatz von März bis Mai zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 892 Millionen Euro. Das Management hatte bereits mit einem Rückgang im einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Allein die Baumärkte, die die Gruppe in neun europäischen Ländern betreibt, büßten drei Prozent Umsatz ein, ohne neue und geschlossene Läden eingerechnet sogar um fast sechs Prozent. Das EBIT brach um 32 Prozent auf 51,1 Millionen Euro ein. Beim Konkurrenten Praktiker war der Umsatz von Januar bis März sogar um rund zehn Prozent gefallen.

Das Jahr ist noch nicht abgeschrieben

Das Jahr hat Hornbach aber noch nicht abgeschrieben. "Der Bau- und Renovierungsbedarf ist unverändert hoch", sagte der Konzernchef. Das Unternehmen rechnet weiter damit, den Vorjahresumsatz von 3,23 Milliarden Euro leicht zu übertreffen und das EBIT von 145,9 Millionen Euro halten zu können oder leicht darunter zu liegen. Ursprünglich hatte Hornbach ein stärkeres Wachstum geplant.

Schwache Zahlen perlen an Hornbach-Aktie ab

Ein Gewinneinbruch hat Anleger am Donnerstag indes nicht vom Einstieg bei Hornbach abgehalten. Die Aktien der Baumarkt-Kette stiegen um 2,9 Prozent auf 47,50 Euro und waren damit Spitzenreiter im SDax. Das schlechte Wetter habe die Ergebnisse zwar stärker belastet als erwartet, schrieb DZ Bank-Analyst Thomas Maul in einem Kommentar. "Wir sehen aber gute Chancen, dass Hornbach seine Gesamtjahresziele erreicht." Positiv sei auch zu werten, dass sich das Deutschland-Geschäft überdurchschnittlich entwickelt habe. Er halte daher an seiner Kaufempfehlung und seinem Kursziel von 55 Euro fest.

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