Kursfeuerwerk bei Schmolz+Bickenbach

Übernahmespekulationen haben Schmolz+Bickenbach am Donnerstag an der Schweizer Börse kräftig Auftrieb gegeben.

Kursfeuerwerk bei Schmolz+Bickenbach

Die Aktie des verschuldeten Stahlkochers schoss in einem festen Markt um über 30 Prozent nach oben.

Händler verwiesen auf einen Bericht des "Handelsblatt" vom Vortag, in dem es mit Berufung auf Branchenkreise hiess, eine Reihe von Private-Equity-Gesellschaften - darunter die auf Sanierungsfälle spezialisierten Apollo und Triton - prüften eine Übernahme des Düsseldorfer Unternehmens.

Schmolz+Bickenbach hat 821 Millionen Euro Schulden und kann möglicherweise bald die Bedingungen für seine Kredite nicht mehr erfüllen, wie Reuters aus Finanzkreisen erfahren hatte. Damit hätten die Banken - darunter Credit Suisse - das Recht, die Kredite zu kündigen. Dem Zeitungsbericht zufolge soll es Ende März Gespräche mit den Banken geben.

In den ersten neun Monaten 2012 stand bei Schmolz+Bickenbach ein Verlust von 24 Millionen Euro zu Buche. Der Konzern, der durch Übernahmen in den vergangenen Jahren - unter anderem von Swiss Steel - stark gewachsen war, setzt im Jahr rund vier Milliarden Euro um. 43,2 Prozent der Aktien liegen bei den Familien der Firmengründer.