Krise bei ThyssenKrupp: Kapitalerhöhung soll kommen

Krise bei ThyssenKrupp: Kapitalerhöhung soll kommen

Der kriselnde ThyssenKrupp-Konzern bereitet sich einem Pressebericht zufolge auf eine Kapitalerhöhung vor.

Das Management diskutiere eine Kapitalerhöhung im Umfang von mehr als einer Milliarde Euro, erfuhr das "Handelsblatt" aus Konzernkreisen. Eine finale Entscheidung sei noch nicht gefallen, es spreche aber viel dafür, dass die Kapitalerhöhung noch in diesem Geschäftsjahr komme. Ein Konzernsprecher lehnte am Morgen eine Stellungnahme ab.

Vorstandschef Heinrich Hiesinger konnte dem Bericht zufolge den Vorsitzenden der mächtigen Krupp-Stiftung, Berthold Beitz, von der Notwendigkeit eines solchen Schritts überzeugen. Der 99-Jährige hatte sich am Montag in der "Süddeutschen Zeitung" nur indirekt geäußert, ob die Stiftung einer möglichen Kapitalerhöhung zustimmen würde, die damit ihre Sperrminorität verlieren würde. Die Machtstellung der Stiftung sei kein Selbstzweck. Sie habe vor Jahren die entscheidenden Aktienanteile erworben, um den Industriekonzern vor Aufkäufen und feindlichen Übernahmen zu retten. "Ich werde mich keinem Schritt verweigern, der zum Wohle der Firma ist."

Die Stiftung hält 25,3 Prozent an dem von Milliardenverlusten, Kartellverstößen und Korruptionsvorwürfen erschütterten Konzern und ist damit der größte Einzelaktionär. Sie gilt als Bollwerk gegen eine feindliche Übernahme des größten deutschen Stahlkochers. Kritiker sehen sie als ebenso starkes Bollwerk gegen eine Modernisierung des Unternehmens, das von Milliardenverlusten, Kartellverstößen und Korruptionsvorwürfen erschüttert wird.

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