Kredite werden immer billiger – Euribor kracht auf Allzeittief

Kredite werden immer billiger – Euribor kracht auf Allzeittief

Die Interbankenzinsen sind am Montag im Zuge der Leitzinssenkung vom vergangenen Donnerstag weiter abgerutscht. Der Drei-Monats-Euribor - für viele Banken ein Maßstab für Kundengeschäfte - fiel auf ein Allzeittief von 0,531 Prozent nach 0,549 Prozent am Freitag.

Die Euribor-Sätze werden vom Bankenverband der EU (FBE) täglich durch Umfragen bei Banken ermittelt. Mögliche illegale Absprachen beim Euribor - und beim Londoner Pendant Libor - durch große Banken sind seit dem vergangenen Jahr weltweit Gegenstand von Ermittlungen.

Die EZB hatte alle drei Leitzinsen am Donnerstag - per Beginn der neuen Mindestreserveperiode am 11. Juli - um 25 Basispunkte gesenkt. Sie verringerte die Zinsen für die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 1,50 Prozent, für die Hauptrefinanzierung auf 0,75 Prozent und für die Einlage auf null Prozent. Letzteres hat im Interbanken-Handel für viel Gesprächsstoff gesorgt. Denn derzeit pendeln die Tagesgeldsätze stets um diesen Satz, der bis einschließlich Dienstag - dem Ende der Mindestreserveperiode - noch bei 0,25 Prozent liegt. "Ab Mittwoch wird das Geld dann billiger", erklärte ein Händler. "Inwieweit sich die Sätze aber von der Null entfernen werden, bleibt abzuwarten. In einigen Fällen kann es auch negative Zinsen geben", fügte ein zweiter hinzu.

Per Sonntag parkten die Anleger bei der EZB übernacht mit 795,2 Milliarden Euro wieder mehr Geld als noch am Donnerstag mit 770,7 Milliarden Euro. Aus der Notleihe entnahmen sie mit insgesamt 1,3 (Donnerstag 1,1) Milliarden Euro etwas mehr.

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