Klöckner & Co: Großaktionär Knauf muss Verlust zur Kenntnis nehmen

Klöckner & Co: Großaktionär Knauf muss Verlust zur Kenntnis nehmen

Der vom Baustoff-Unternehmer Albrecht Knauf ins Visier genommene Stahlhändler Klöckner & Co hat 2012 einen Verlust eingefahren und mit dem neuen Aktionär inzwischen Kontakt aufgenommen.

Vor allem wegen der schwachen Stahlnachfrage in Europa und wegen des Preisdrucks habe der Konzern nach Anteilen Dritter einen Fehlbetrag von 195 Millionen Euro verbucht, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im Vorjahr hatte KlöCo einen Gewinn von zwölf Millionen Euro erzielt. Von Reuters befragte Analysten hatten jetzt im Durchschnitt mit einem Verlust von 140 Millionen Euro gerechnet. 2013 will KlöCo vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 200 Millionen Euro verdienen nach 62 Millionen Euro 2012. Mit Knaufs Interfer Holding habe es am vergangenen Freitag ein Gespräch gegeben. Die Holding unterstütze die Strategie von KlöCo-Chef Gisbert Rühl.

Knauf hatte im Februar überraschend eine Beteiligung von fast acht Prozent an KlöCo gemeldet. KlöCo fürchtet eine Übernahme durch den Gips-Milliardär, der selbst mit Knauf Interfer im Stahlhandel aktiv ist. Knauf hatte für gut 70 Millionen Euro 7,82 Prozent an KlöCo gekauft. Er hatte sein Engagement als "strategisch" bezeichnet.

Nun gingen die Unternehmen aufeinander zu. "Das Gespräch verlief in guter Atmosphäre", berichtete KlöCo. Die Interfer Holding habe ihr "strategisches und langfristiges Interesse sowie ihre konstruktive Haltung" bestätigt. "Eine Einbringung von Knauf Interfer oder anderweitige Verbindung mit Klöckner & Co war nicht Gegenstand des Gesprächs." Weitere Gespräche seien derzeit nicht geplant. Der Einstieg von Knauf hatte Spekulationen genährt, dieser könne Interfer mit KlöCo fusionieren.

KlöCo ist von der Stahlkrise hart getroffen worden. Vorstandschef Rühl hat deshalb zum Rotstift gegriffen. Ein Großteil der Maßnahmen sei bereits umgesetzt worden, erklärte der Manager. Seit September 2011 hat KlöCo 40 Standorte geschlossen und mehr als 1200 Stellen gestrichen. Auch den geplanten Rückzug aus Osteuropa hat das Unternehmen weitgehend abgeschlossen.

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