KBC zieht in Slowenien die Notbremse

KBC zieht in Slowenien die Notbremse

Die belgische Finanzgruppe KBC ist aus ihrer Beteiligung an der größten slowenischen Bank, der Nova Ljubljanska Banka (NLB), endgültig ausgestiegen.

Am Montag hat die KBC den Verkauf ihres 22-Prozent-Anteils in der NLB an den slowenischen Staat wie angekündigt vollzogen. Der Kaufpreis betrug 1 Euro pro Aktie, was insgesamt 2,77 Mio. Euro ausmacht, wie die KBC am Dienstag mitteilte.

Mit dem Verkauf des Anteils, der bereits im vergangenen Dezember angekündigt wurde, ist die KBC aus der slowenischen Großbank komplett ausgestiegen. Damit erfüllte der belgischer Banken- und Versicherungskonzern eine Verpflichtung aus seinem von der EU-Kommission abgesegneten Umstrukturierungsplan, in dem er sich unter anderen verpflichtete, seine Aktivitäten in Slowenien aufzugeben. Die KBC musste sich im Jahr 2009 im Gegenzug für erhaltene Staatshilfe einer Schrumpfkur unterziehen.

Die KBC ist 2002 in die slowenische Bank eingestiegen, als sie 34 Prozent der NLB-Anteile um 435 Mio. Euro erworben hat. Die Beziehungen zwischen der KBC und dem slowenischen Staat, den beiden größten Eigentümer der NLB, verschlechterten sich im Jahr 2006 als die damalige Regierung von Premier Janez Jansa der belgischen Finanzgruppe ihren Wunsch nach Mehrheitseigentum in der NLB verweigerte. Seitdem lehnte die KBC ab, eine strategische Rolle in der NLB zu spielen. Ihr ursprünglicher NLB-Anteil schrumpfte, nachdem sie an Kapitalerhöhungen nicht mitgemacht hat.

Die Republik Slowenien, schon bisher der größte NLB-Aktionär, hält nunmehr 62,2 Prozent der NLB in ihrem direkten Besitz. Knapp 19 Prozent der Anteile befinden sich in den Händen von staatlichen Fonds KAD und SOD, an der NLB sind auch andere mit dem Staat verbundene Unternehmen beteiligt. Insgesamt kontrolliert der Staat rund 86 Prozent der Anteile an der slowenischen Großbank.

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