Kanadischer Fonds an E.ON/RWE-Tochter Urenco interessiert

Kanadischer Fonds an E.ON/RWE-Tochter Urenco interessiert

Einer der weltgrößten Pensionsfonds hat einem Zeitungsbericht zufolge die zu einem Drittel E.ON und RWE gehörende Atomfirma Urenco ins Visier genommen.

Der Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB) könnte an einem Gebot für die zum Verkauf stehende Firma Interesse haben, meldete die "Sunday Times" ohne Angabe von Quellen. CPPIB, der den nationalen kanadischen Pensionsfonds verwaltet, wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Anteile an Urenco halten neben den beiden deutschen Energieversorgern auch die Niederlande und Großbritannien. Die niederländische Regierung habe ihren Widerstand gegen einen Verkauf von Urenco aufgegeben, meldete die Zeitung weiter. Auch der kanadische Uran-Produzent Cameco erwägt dem Blatt zufolge eine Offerte für Urenco.

E.ON-Chef Johannes Teyssen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, er wolle die Beteiligung an Urenco bis 2014 verkaufen. E.ON hält mit RWE 33 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, das Atomkraftwerke mit angereichertem Uran beliefert. Als Interessenten galten bislang der französische Atomkonzern Areva, die japanische Toshiba sowie die Finanzinvestoren CVC und KKR. Es gebe bereits Gespräche mit Interessenten, hatte E.ON-Finanzchef Marcus Schenck am Rande der Bilanz-Pressekonferenz gesagt. Ein Vertragsabschluss 2013 sei möglich, ganz über die Bühne werde der Deal aber wohl erst 2014 gehen. Käufer müsse jemand sein, der von allen Eignern akzeptiert werde. RWE und E.ON wollten ihr Paket gemeinsam verkaufen.

Urenco wurde Anfang der 70er Jahre gegründet. Im Jahr 2011 erzielte die Firma, die Atomkraftwerke mit angereichertem Uran beliefert, bei einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro einen Nettogewinn von 359 Millionen Euro. In Branchen- und Finanzkreisen variieren die Schätzungen für den Gesamtwert der Firma erheblich. Sie reichen von 2,5 bis 10 Milliarden Euro.

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