Kälte, Flut und eine Übernahme setzten Südzucker unter Druck

Kälte, Flut und eine Übernahme setzten Südzucker unter Druck

Die Prognose des operativen Ergebnisses von 825 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013/14 werde anspruchsvoller, erklärte Südzucker-Vorstandschef Wolfgang Heer seinem Redetext zufolge am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Mannheim.

Nach dem vorangegangenen Rekordjahr wäre dies ein Rückgang um 15 Prozent. Grund seien die Belastungen aus der Übernahme des britischen Biosprit-Produzenten Ensus durch die Südzucker-Tochter Cropenergies. Auch das generell trübe wirtschaftliche Umfeld dämpfe die Geschäftsentwicklung.

Cropenergies erwartet wegen der Übernahme in diesem Jahr mit 40 bis 50 Millionen Euro zehn Millionen Euro weniger operatives Ergebnis als ursprünglich angenommen. Im Haupt-Geschäftsfeld Zucker sind die Kosten in der Rübenproduktion ohnehin schon gestiegen. Außerdem erwartet Südzucker jetzt noch wegen des späten und kalten Frühlings und des Hochwassers in Zentraleuropa eine unterdurchschnittliche Ernte. "Auf Sicht" seien die bisherigen Rekorde nicht mehr zu erreichen, ergänzte Heer. In den beiden vergangenen Geschäftsjahren hatten die Mannheimer den Gewinn noch um 30 und 44 Prozent gesteigert.

Die Abschaffung der Produktionsgrenzen und Exportlimits für Zucker in der Europäischen Union ab 2017 erwartet das im MDax gelistete Unternehmen mit gemischten Gefühlen. Einerseits verschaffe die Marktöffnung mehr Freiheitsgrade und bessere Exportchancen. "Allerdings müssen wir uns darauf einstellen, dass die Mengen- und Preisvolatilität des Weltmarkts stärker als bisher auf den EU-Zuckermarkt und auf uns durchschlägt", sagte Heer.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge

Börse

Renault mit 2015 Rekordsatz - Abgasskandal drückt Aktienkurs