JPMorgan soll den US-Strommarkt manipuliert haben

JPMorgan soll den US-Strommarkt manipuliert haben

Die US-Energieaufsicht FERC werfe JPMorgan vor, "Manipulationssysteme" errichtet zu haben, die aus "verlustbringenden Kraftwerken mächtige Gewinntreiber" gemacht hätten, berichtete die "New York Times".

Sie berief sich auf ein vertrauliches Regierungsdokument von 70 Seiten, das im März an die Bank verschickt wurde. Betroffen seien der Strommarkt in den Bundesstaaten Kalifornien und Michigan. Es sei aber noch unklar, ob die FERC JPMorgan zur Rechenschaft ziehen wolle. Die Behörden haben das Institut schon länger wegen möglicher Manipulation des Energiemarktes im Blick.

Der Fall steht dem Blatt zufolge in Zusammenhang mit der Übernahme der 2008 zusammengebrochenen US-Investmentbank Bear Stearns, mit der JPMorgan das Recht erhalten habe, Strom von "ineffizienten" und veralteten Kraftwerke zu verkaufen. Händler in Houston hätten acht verschieden Modelle entwickelt, um den Strompreis der Kraftwerke so zu berechnen, dass er für die Behörden "fälschlich attraktiv ausgesehen habe". Deswegen hätten Ämter laut der Ermittler etwa 83 Millionen Dollar zuviel an die Bank bezahlt. Die Bank weist der Zeitung gegenüber die Vorwürfe zurück. Der Handel sei legal gewesen.

Erst im Januar hatte die Deutsche Bank ihren Streit mit der Aufsichtsbehörde gegen eine Zahlung von 1,5 Millionen Dollar beigelegt. Hintergrund waren von dem Geldhaus zurückgewiesene Vorwürfe, den Energiemarkt in Kalifornien manipuliert zu haben. Das britische Geldhaus Barclays soll nach dem Willen der US-Aufseher wegen Beeinflussung des kalifornischen Energiemarktes eine Rekordstrafe von 470 Millionen Dollar zahlen.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge