JPMorgan will Manager-Boni zurückstutzen

JPMorgan will Manager-Boni zurückstutzen

Aufsichtsrat der größten US-Bank will Sonderzahlungen für 2012 genau überprüfen.

JPMorgan Chase & Co. erwägt laut einem Bericht vom Wall Street Journal eine Senkung der Boni für hochrangige Manager, darunter auch Vorstandschef Jamie Dimon.

Der Aufsichtsrat der größten US-Bank nach Bilanzsumme prüfe Beschränkungen bei den Sonderzahlungen für 2012, nachdem Wetten auf Derivate schiefgegangen seien, berichtete die Zeitung am Sonntag unter Berufung auf Quellen im Umfeld der Erwägungen. Joe Evangelisti, ein Sprecher der Bank, wollte sich nicht dazu äußern.

Seit Bloomberg News am 5. April erstmals berichtete, dass die Bank in ihrem Chief Investment Office in London eine umfangreiche und illiquide Position bei Kreditderivaten aufgebaut habe, ist ihr Marktwert um 20 Milliarden Dollar eingebrochen. In den ersten sechs Monaten des Jahres hat JPMorgan 5,8 Milliarden Dollar bei den Geschäften verloren, insgesamt rechnet die Bank mit bis zu 7,5 Milliarden Dollar Verlusten, wenn sie die Positionen glattstellt.

Für 2011 erhielt Dimon 23 Millionen Dollar als Gehalt und Bonus. Im Juli erklärte er, der Aufsichtsrat müsse entscheiden, ob seine Vergütung reduziert werde, wenn eine interne Ermittlungsgruppe ihre Untersuchung der schiefgegangenen Wetten abschließe. “Der Aufsichtsrat als unabhängige Gruppe leitet diese Ermittlungsgruppe und wird seine eigenen Schlüsse ziehen”, sagte er am 13. Juli in einer Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren.

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