JPMorgan-Chef übersteht Aktionärsrevolte

JPMorgan-Chef übersteht Aktionärsrevolte

Der mächtige JPMorgan-Chef Jamie Dimon kann auch Verwaltungsratsvorsitzender der US-Großbank bleiben. Die Hauptversammlung lehnte am Dienstag einen Antrag einer Aktionärsgruppe auf Entflechtung der beiden Spitzenposten ab.

Lediglich 32,2 Prozent stimmten dafür, dass Dimon den Vorsitz des Verwaltungsrats (Chairman) abgibt. Noch vor einem Jahr waren dafür rund 40 Prozent der Stimmen zusammengekommen.

Die Aktionärsgruppe wollte nicht mehr länger hinnehmen, dass Dimon ein Doppelmandat hat. Der Kreis der Vermögensverwalter argumentierte, durch eine Trennung könnte das Geldhaus effizienter geführt und das Vertrauen zu den Regulierungsbehörden wieder hergestellt werden.

Die JPMorgan-Aktie weitete nach der Aktionärsentscheidung ihre Kursgewinne aus. Die Anteilsscheine notierten zuletzt 1,7 Prozent im Plus.

Für das erste Quartal hatte die Großbank einen Rekordgewinn vermeldet. Im Vorjahr hatte es dagegen milliardenschwere Fehlspekulationen gegeben. Damals hatte ein Londoner Händler mit dem Spitznamen "der Wal" mit hochriskanten Wetten Milliarden in den Sand setzte. Das schadete dem Ruf der Bank. Das US-Justizministerium, die US-Börsenaufsicht und die britische Finanzaufsicht ermittelten. Dimon selbst hatte eingeräumt, Fehleinschätzungen und gravierende Management-Fehler hätten den Spekulationsverlust mit verursacht.

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