JPMorgan zahlt 1,7 Milliarden Dollar an Opfer von Finanzbetrüger Madoff

JPMorgan zahlt 1,7 Milliarden Dollar an Opfer von Finanzbetrüger Madoff

Der größten US-Bank wird vorgeworfen, bei Madoffs Geschäften weggesehen zu haben. JPMorgan Chase Manager müssen keine persönlichen Strafen fürchten.

Die US-Großbank JPMorgan Chase zahlt nach Angaben des US-Justizministerium 1,7 Mrd. Dollar (1,25 Mrd. Euro) als Entschädigung an die Opfer des Finanzbetrügers Bernard Madoff.

Mit einem über rund zwei Jahrzehnte betriebenen Schneeballsystem verursachte der Finanz- und Börsenmakler einen Schaden von 65 Milliarden Dollar und wurde im Jahr 2009 zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt. JPMorgan wird vorgeworfen, bei Madoffs Geschäften weggesehen zu haben - um mehr Gebühren und Provisionen zu kassieren.

Keine Folgen für die Manager

Die Manager der Bank müssen bei dem Milliardenvergleich keine persönlichen Strafen fürchten. Der Vergleich mit den Ermittlern und Aufsehern über zwei Milliarden Dollar würde von der Bank übernommen und nicht von einzelnen Managern, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen.

JPMorgan hatte sich erst im November mit den US-Behörden wegen anderer Vorwürfe auf die Zahlung von 13 Milliarden Dollar geeinigt. Bei diesem Vergleich ging es um Hypotheken, die das Institut vor der Finanzkrise in Wertpapieren bündelte und an Investoren verkaufte. Nach dem Ende des US-Immobilienbooms wurden viele Papiere praktisch wertlos. JPMorgan wird vorgeworfen, auch in diesem Fall Anleger hinters Licht geführt zu haben.

In Österreich waren unter anderem die Privatbank Medici und der Primeo Fonds der Bank Austria von Madoffs Ponzi-Schema betroffen.
Lesen Sie hier mehr zum Fall Medici

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge