Jetzt spürt auch H&M die Krise

Jetzt spürt auch H&M die Krise

Schlechtes Wetter und die Zurückhaltung der Kunden im krisengeschüttelten Europa nagen am Gewinn des Modekonzerns Hennes & Mauritz (H&M).

Im abgelaufenen Quartal steigerte das schwedische Unternehmen das Ergebnis weitaus weniger stark als von Experten erwartet. "Die Rahmenbedingungen in der Modebranche bleiben in vielen Märkten herausfordernd - sowohl bezogen auf das Wetter als auch auf die makroökonomische Stimmung", erläuterte H&M-Chef Karl-Johan Persson am Donnerstag. Auch nachteilige Währungseffekte drückten auf den Gewinn. Von Juni bis August verdiente H&M vor Steuern umgerechnet 577 (Vorjahreszeitraum: 571) Millionen Euro, Analysten hatten mit 633 Millionen Euro gerechnet.

Damit schlägt sich der weltweite Branchenzweite H&M nicht mehr so gut wie Marktführer Inditex, zu dem die Zara-Häuser gehören. Der spanische Konzern sorgte vergangene Woche mit einem Gewinnsprung für eine positive Überraschung. Bislang hatte sich H&M wie Inditex in der Krise besser als manche Konkurrenten geschlagen. Dies liegt daran, dass die Schweden die Preise niedrig halten und Geschäfte in vielen Ländern haben, auch in boomenden Schwellenländern. Der von der Euro-Krise besonders stark getroffene Konkurrent Esprit legte am Dienstag einen Gewinn unter den Erwartungen vor.

Die H&M-Aktie sackte im frühen Handel fast fünf Prozent ab.

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