Jahresprognose gesenkt: Sanofi hofft auf das zweite Halbjahr

Jahresprognose gesenkt: Sanofi hofft auf das zweite Halbjahr

Patentverluste, Währungseffekte und die Abschreibung von Lagerbeständen hätten dem Gewinn stärker als erwartet zugesetzt, teilte der französische Pharmakonzern Sanofi am Donnerstag mit.

Für das Gesamtjahr geht er nun von einem Gewinn aus, der sieben bis zehn Prozent geringer sein werde als 2012. Bislang hatte Sanofi erwartet, dass er unverändert oder höchstens fünf Prozent schlechter ausfallen werde. Sanofi-Aktien gaben über sechs Prozent nach.

Der Nettogewinn, der bestimmte Sondereffekte wie Kosten für Rechtstreitigkeiten ausklammert, brach im Vierteljahr um 23,4 Prozent auf 1,475 Milliarden Euro ein. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 1,788 Milliarden gerechnet. Der Umsatz ging knapp zehn Prozent auf acht Milliarden Euro zurück. Hier wirkte sich weiter der Ablauf des Patentes für den Blutverdünner Plavix aus, früher das zweit-umsatzstärkste Präparat weltweit. Unerwartet hohe Lagerkosten in Brasilen drückten den Umsatz um 122 Millionen Euro und erzwangen eine Abschreibung von 79 Millionen Euro. Man gehe weiter davon aus, im zweiten Halbjahr zum Wachstum zurückzukehren, hieß es.

Sanofi gab am Donnerstag zudem bekannt, dass eines ihrer elf Büros in China von den Behörden besucht worden sei. Dies stehe im Zusammenhang mit den Ermittlungen in einen Bestechungsfall beim Rivalen GlaxoSmithKline und anderen westlichen Pharmakonzernen, erklärte das Unternehmen. "Wir wissen nicht wirklich, was der Grund für den Besuch ist", sagte Sanofi-Chef Chris Viehbacher. Die Behörden hätten keinen Kontakt zu der chinesischen Zentrale von Sanofi in Shanghai aufgenommen.

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