Italien: Refinanzierung wird immer teurer

Italien: Refinanzierung wird immer teurer

Italien muss im Sog der eskalierenden Euro-Krise immer höhere Renditen für frisches Geld zahlen.

Bei einer Auktion von Anleihen mit Laufzeiten bis 2015 im Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro wurden am Donnerstag Zinsen in Höhe von 5,3 Prozent fällig. Dies ist der höchste Wert seit Dezember. Zuletzt waren es nur rund 3,9 Prozent. Die Nachfrage war durchwachsen: Die Auktion war 1,6-fach überzeichnet. Bei Anleihen mit Laufzeit 2019 und 2020 lag die durchschnittliche Rendite sogar jeweils bei rund 6,1 Prozent. Insgesamt sammelte Italien 4,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt ein. Die Emissionen stellten kurzfristig einen Erfolg dar, sagte Credit-Agricole-Analyst Peter Chatwell. "Aber der Trend bei den Renditen und Zinsaufschlägen erfordert ein Gegensteuern der politischen Entscheidungsträger."

Seit klar ist, dass Spanien Finanzhilfen für seinen maroden Bankensektor beantragen will, ist auch Italien wieder stärker ins Visier der Märkte geraten. Das Mittelmeerland wird von manchen Marktteilnehmern bereits als nächster Kandidat für Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm gehandelt.

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