"Italien ist die letzte Bastion dafür, dass der Euroraum bestehen bleibt"

"Italien ist die letzte Bastion dafür, dass der Euroraum bestehen bleibt"

Die Chance für einen Verbleib Italiens in der Eurozone beträgt 50:50. Das erklärte Edward Altman, Professor für Finanzwesen an der New Yorker Stern School of Business, gegenüber Bloomberg News.

Die gleiche Chance räumt er auch der Gemeinschaftswährung ein, die Schuldenkrise zu überleben. “Die Wahrscheinlichkeit, dass Italien es schaffen wird, beträgt etwa 50:50, bestenfalls”, sagte Altmann in Rom. Er hat sich unter anderem durch Rechenmodelle zur Wahrscheinlichkeit eines Unternehmensbankrotts einen Namen gemacht. “Letztendlich beträgt die Wahrscheinlichkeit wohl auch 50:50, dass der Euro überleben wird.”

Der Druck auf den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti nimmt zu, den Schuldenberg von 1,9 Billionen Euro abzubauen. Das Verhältnis von Schulden zu Wirtschaftsleistung ist in Italien höher als in jeder anderen Industrienation mit Ausnahme Griechenlands und Japans.

Monti versucht Investoren davon zu überzeugen, dass Italien aufgrund des deutlich niedrigeren Defizits und der halb so hohen Arbeitslosigkeit sicherer als Spanien ist. Gleichzeitig muss Monti das Wirtschaftswachstum ankurbeln, das seit mehr als einem Jahrzehnt dem Durchschnitt der Staaten in der Europäischen Union hinterherhinkt.

“Italien verfügt über ein sehr schwieriges, starres System. Monti versucht, daran etwas zu ändern, und ich wünsche ihm Glück dabei”, sagte Altman. Das Land sei “die letzte Bastion, die letzte Hoffnung dafür, dass der Euroraum bestehen bleibt”.

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