Investoren werfen ProSieben-Aktien für 1,1 Mrd. Euro auf den Markt

Investoren werfen ProSieben-Aktien für 1,1 Mrd. Euro auf den Markt

Die ehemaligen Mehrheitseigentümer werfen über Nacht ein milliardenschweres Aktienpaket auf den Markt und wollen damit ihre gemeinsame Beteiligung an dem Dax-Aspiranten auf rund 17 von 33 Prozent reduzieren.

Die US-Banken J.P. Morgan und Bank of America Merrill Lynch sollen über Nacht Käufer für bis zu 35 Millionen ProSiebenSat.1-Aktien finden. Sie werden in einer Spanne von 31,53 bis 32,10 Euro angeboten, wie aus den Reuters vorliegenden Verkaufsunterlagen hervorgeht. Das ist ein Abschlag von vier bis sechs Prozent auf den Schlusskurs von 33,43 Euro am Dienstag.

ProSiebenSat.1 hatte im Juli mit der Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien den Startschuss für den Ausstieg der Finanzinvestoren gegeben. Einen strategischen Käufer für ihr Anteilspaket hatten sie nicht gefunden. Anfang September hatten sie bereits elf Prozent der Anteile platziert und damals 30,67 Euro je Aktie kassiert - insgesamt 767 Millionen Euro. Die neue Platzierung könnte noch lukrativer sein. Am oberen Ende der Spanne würden KKR und Permira 1,12 Milliarden Euro einnehmen. Damit zahlt sich ihr Engagement bei ProSieben immer deutlicher aus. Kurz vor Ausbruch der Finanzkrise eingestiegen, hatten sie zeitweise um ihre Beteiligung zittern müssen, weil sie ihre Holding Lavena mit Schulden überfrachtet hatten und sie an Hedgefonds zu verlieren drohten.

Mit der neuerlichen Platzierung nähert sich ProSiebenSat.1 dem deutschen Börsen-Leitindex Dax. Der Streubesitz steigt damit auf 83 Prozent. Indexexperten zufolge könnte ein Anstieg auf 87 Prozent der Aktie sogar zu einem vorzeitigen Aufstieg verhelfen. Der nächste reguläre Überprüfungstermin steht im September 2014 an. Dann könnte ProSiebenSat.1 mit Metro und Brenntag um einen Platz kämpfen.

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