Intel und Qualcomm steigen offenbar bei Sharp ein

Intel und Qualcomm steigen offenbar bei Sharp ein

Die US-Konzerne Intel und Qualcomm seien bereit, 378 Mio. Dollar (297,73 Mio. Euro) in den mit Finanznöten kämpfenden japanischen Konzern zu stecken, sagten zwei Insider am Mittwoch. Die Sharp-Aktie schloss nach den Berichten mehr als sieben Prozent im Plus.

Ende September hatte sich der Traditionskonzern Kredite über umgerechnet 3,6 Mrd. Euro seiner wichtigsten Banken gesichert. Sharp steckt tief in den roten Zahlen, verspricht aber für das im April beginnende kommende Geschäftsjahr wieder deutliche Gewinne. Dazu soll ein radikaler Sparkurs beitragen mit Massenentlassungen, Geschäftsverkäufen und Fabrikschließungen.

Monatelang hatte Sharp mit dem taiwanesischen Unternehmen Hon Hai Precision Industry verhandelt, der erwägt, größter Aktionär bei den Japanern zu werden, zugleich aber nach anderen Allianzen Ausschau hält. Die Taiwanesen sind vor allem daran interessiert, sich Zugriff auf Sharps Know-how bei Flachbildschirmen zu sichern, um die eigene Position als führender Apple-Zulieferer zu verteidigen.

Eine Sharp-Sprecherin teilte mit, es seien noch keine Entscheidungen über Investitionen von anderen Firmen getroffen worden. Intel und Qualcomm äußerten sich zunächst nicht.

Panasonic baut 10.000 Jobs ab

Auch der japanische Elektronikkonzern Panasonic steht vor schwerwiegenden Problemen: Noch in diesem Geschäftsjahr will der Konzern 10.000 Arbeitsplätze abbauen. Zudem trenne sich das Unternehmen bis Ende März von Vermögenswerten in Höhe von umgerechnet rund einer Milliarde Euro, sagte Finanzchef Hideaki Kawai am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dies seien vor allem Grundstücke und Gebäude in Japan. Verkäufe und Schließungen von Geschäftsteilen sollen im kommenden Jahr folgen, kündigte Kawai an. Rund die Hälfte der Sparten habe eine operative Marge unter den vom neuen Firmenchef Kazuhiro Tsuga vorgegebenen fünf Prozent. Panasonic hatte bereits vergangenes Jahr 36.000 Stellen gestrichen, ist mit 300.000 Angestellten aber immer noch der größte private Arbeitgeber in Japan.

Vor zwei Wochen hatte Panasonic wegen milliardenschwerer Firmenwert-Abschreibungen seine Prognose eingestampft: Statt eines Gewinns rechnet das Traditionsunternehmen im bis März laufenden Geschäftsjahr nun mit einem Verlust von umgerechnet 7,4 Milliarden Euro. Bereits im Jahr zuvor hatte der Konzern vor allem wegen des verlustreichen Fernsehgeschäfts einen Rekordfehlbetrag von 7,5 Milliarden Euro angehäuft. Die 88 Einzelsparten sollen nun auf 56 Geschäftsfelder reduziert werden. Die Japaner leiden seit Jahren unter der großen Konkurrenz bei Fernsehgeräten und wollen sich künftig unter anderem auf Haushaltsgeräte und Akkus konzentrieren.

Im kommenden Geschäftsjahr bis Ende März 2014 peile Panasonic ein operatives Ergebnis von mindestens umgerechnet zwei Milliarden Euro an, sagte Kawai. Der Wert liegt im Rahmen der Erwartungen von Analysten

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