Insider-Handel: Apple-Investor Icahn im Visier des FBI

Insider-Handel: Apple-Investor Icahn im Visier des FBI

Carl Icahn hält unter anderem Anteile an Apple und eBay. Nun wird wegen Insiderhandels gegen den Multimilliardärermittelt, der schon dem Start-Regisseur Oliver Stone als Inspiration diente.

Die US-Bundespolizei FBI und die Börsenaufsicht SEC haben nach Reuters-Informationen eine Untersuchung wegen möglichen Insider-Handels eingeleitet, die unter anderem den US-Großinvestor Carl Icahn betreffen soll.

Die Behörden prüften, ob der Spitzen-Golfer Phil Mickelson und der professionelle Glücksspieler William Walters womöglich illegal an der Börse handelten, und zwar basierend auf Informationen, die sie privat von Icahn bekommen hätten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Sie bestätigte damit einen Bericht des "Wall Street Journal" vom Freitag. Konkret geht es dem Bericht zufolge um verdächtige Geschäfte mit Clorox-Optionen wenige Tage bevor Icahn 2011 erklärte, den Haushaltswarenkonzern erwerben zu wollen. Der Milliardär hatte im Februar einen Anteil in Höhe von 9,1 Prozent an Clorox angehäuft. Im Juli gab er dann eine Offerte für die Firma ab, die sie mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertete. Clorox-Aktien legten daraufhin deutlich zu.

Weder Icahn, noch Mickelson oder Walters waren zunächst für eine Stellungnahme erreichbar. Sprecher des FBI und der SEC lehnten es ab, sich zu äußern.

Inspiration für Oliver Stone

Carl Icahn besetzte 2011 auf der jährlich erscheinenden Liste "The World’s Billionaires" mit einem geschätzten Vermögen von 12,5 Milliarden Dollar den 61. Platz. Er diente Oliver Stone als Inspiration für die Figur des Gordon Gekko im Film "Wall Street" und sorgt durch sein aggressives Verhalten gegenüber börsenotierten Unternehmen immer wieder für Aufsehen.

So fordert Icahn von Apple seit längerem, deutlich mehr Geld aus den gigantischen Barmittel-Reserven an die Aktionäre auszuschütten. Um sich noch mehr Gehör zu verschaffen, stockt er seit Monaten regelmäßig seinen Anteil am US-Konzern auf. Von eBay forderte er jüngst, die Tochter PayPal an die Börse zu schicken.

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