Infineon: Auf Gewinnwarnung folgt Kursgemetzel

Infineon: Auf Gewinnwarnung folgt Kursgemetzel

Infineon kappt wegen eines Absatzeinbruchs seine Erwartungen. Das ist eine Überraschung, da der Chip-Lieferant vor nicht einmal zwei Monaten seine Jahresprognose noch aufpolierte.

Die Aktien des DAX-Konzerns brachen um zwölf Prozent auf den tiefsten Stand seit neun Monaten ein.

Wegen schlechter Geschäfte werde im laufenden Quartal nun mit einem gegenüber dem Vorquartal leicht rückläufigen Umsatz und einer Gesamtsegmentergebnis-Marge von rund 12 Prozent gerechnet, teilte Infineon am Dienstag mit. Bisher waren annähernd stabile Werte für Umsatz und Gesamtsegmentergebnis-Marge angepeilt worden. Im vierten Quartal dürften die Werte im Vergleich zu diesem Vierteljahr "in etwa konstant" bleiben, teilte Infineon weiter mit. Das Geschäftsjahr der Firma läuft bis zum 30. September.

Die Gewinnwarnung kommt unerwartet, da die Geschäfte der Halbleiterschmiede wegen der brummenden Nachfrage aus der Autoindustrie und Energietechnik zuletzt ordentlich liefen. Vor allem die zunehmende Elektrifizierung vom Autos kommt dem Geschäft zugute. Infineon liefert zahlreiche Chips für Autoelektronik und zählt vor allem Nobelhersteller wie BMW und Audi zu seinen Kunden, die derzeit Rekordgeschäfte machen. Anfang Mai schraubte die ehemalige Siemens -Tochter deshalb ihre Jahresprognose leicht hoch. Bei etwa 3,9 Milliarden Euro stellte das Management ein Betriebsergebnis von 600 Millionen Euro in Aussicht. Aussagen zum damaligen Ausblick machte Infineon nun nicht. Seine Quartalsbilanz stellt der Münchner Konzern am 31. Juli vor.

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