Iberia und British Airways-Mutter IAG fliegt Milliardenverlust ein

Iberia und British Airways-Mutter IAG fliegt Milliardenverlust ein

Der gemeinsame Mutterkonzern von Iberia und British Airways, die International Airlines Group (IAG), ist im ersten Halbjahr 2013 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust stieg von 197 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 503 Millionen Euro.

Insgesamt verbuchte IAG im ersten Halbjahr 312 Millionen Euro an Sonderbelastungen, wie die IAG am Freitag in London mitteilte. Darin sind die Restrukturierungen bei der spanischen Fluggesellschaft Iberia enthalten.

Operativ wies IAG vor Sonderposten im Berichtszeitraum allerdings nur noch einen Verlust von 33 Millionen Euro aus, nach einem Minus von 253 Millionen Euro vor einem Jahr. Der Umsatz erhöhte sich um 2,1 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro.

Konzernchef Willie Walsh sprach von einer "positiven" Entwicklung. Die Restrukturierung bei Iberia mache sich bereits bemerkbar.

Im zweiten Quartal habe die Gruppe ohne die Sonderbelastungen operativ wieder einen Gewinn von 245 Millionen Euro erzielt. Vor einem Jahr hatte International Airlines Group noch einen Verlust von vier Millionen Euro verbucht. Die Anleger griffen daraufhin beherzt zu und trieben die IAG-Aktie am Freitag zum Handelsstart über vier Prozent ins Plus.

Überlebenskampf bei Iberia

Die Iberia kämpft ums Überleben. Die Rosskur bei Iberia, die mit der Konkurrenz durch Billigflieger und Schnellzügen, mit Arbeitskämpfen und der tiefen Rezession in Spanien ringt, beginne zu greifen, erklärte IAG-Chef Walsh. "Dies ist der erste Schritt der Restrukturierung, aber er trägt bereits Früchte, der Verlust wird eingedämmt." So werde der Trend der vergangenen elf Quartale umgekehrt.

Der Fehlbetrag der spanischen Airline sei von 93 auf 35 Millionen Euro gesunken. Die IAG, die 2011 aus der Fusion von Iberia und British Airways entstand, hat bereits rund 700 Millionen Euro in die Sanierung der spanischen Tochter gesteckt. Allein im vergangenen Jahr strich Iberia 3.000 Stellen.

British Airways schlägt sich gut

British Airways hingegen schlägt sich derzeit ordentlich. Im abgelaufenen Quartal konnte die Fluggesellschaft ihren operativen Gewinn auf 247 Millionen Euro mehr als verdoppeln.

Auch andere europäische Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Air France kämpfen mit der schwachen Wirtschaft, steigenden Kerosinpreisen und der Konkurrenz von Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet. Die Konzerne versuchen zu sparen und kürzen Jobs, um mithalten zu können. Allein die Lufthansa, die wegen Sondereffekten im zweiten Quartal operativ 27 Prozent weniger verdiente und unterm Strich hohe Verluste schrieb, streicht weltweit 3.500 Stellen.

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