Hochwasser treibt Geschäft von Wacker Neuson an

Hochwasser treibt Geschäft von Wacker Neuson an

Liefen die Geschäfte zu Beginn des Jahres für Wacker Neuson noch schlecht, weil es vielerorts auf der Nordhalbkugel kalt und nass war, sorgten Nachholeffekte im zweiten Quartal für Schub, wie der Konzern am Dienstag in München berichtete.

Vor allem Kompaktmaschinen wie Mini-Bagger oder Teleskoplader waren gefragt. Viele Kleingeräte wie Aufbruchhämmer, Walzen, Stampfer oder Generatoren wurden erst nach der Branchenmesse Bauma im Frühjahr vermehrt gekauft. Von April bis Juni stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 329 Mio. Euro. Der Betriebsgewinn (EBITDA) kletterte um ein Fünftel auf 44,9 Mio. Euro.

Im krisengeschüttelten Europa, wo Wacker Neuson fast drei Viertel seines Umsatzes macht, zog die Nachfrage in den vergangenen drei Monaten an. Dazu habe vor allem Skandinavien beigetragen, sagte eine Firmensprecherin. In Spanien - einst ein wichtiges Land für den Konzern - habe sich der Markt etwas gefangen. Zudem seien nach der Hochwasserkatastrophe in Deutschland und Osteuropa mehr Heizgeräte, Pumpen, Radlader oder Bagger bestellt worden. Weil die Flutschäden längst noch nicht beseitigt sind, erwartet Wacker Neuson hier weitere Nachfrage. Neue Marktchancen sieht der Konzern außerdem in Südamerika, Osteuropa, Afrika und Asien; in China will der Hersteller mit einfacheren und billigeren Kleingeräten punkten.

Für 2013 bekräftigte Wacker Neuson die Prognose, wonach der Umsatz auf rund 1,2 Mrd. Euro steigen und die Rendite (EBITDA-Marge) über 13 Prozent liegen soll. Dazu sollen auch Kostensenkungen beitragen. Im zweiten Quartal betrug die Marge 13,6 Prozent, im ersten Halbjahr waren es 11,9 Prozent.

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