Hochtief: Service-Sparte geht an Franzosen

Hochtief: Service-Sparte geht an Franzosen

Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes treibt den Umbau des Baukonzerns voran. Das Service-Geschäft mit knapp 6000 Mitarbeitern gehe für rund 250 Millionen Euro an die französische Spie-Gruppe, teilte das MDax-Unternehmen am Freitagabend mit. Der Verkauf des Bereichs, der die Bewirtschaftung von Gebäuden übernimmt, wird nach Ansicht der Essener einen "signifikanten positiven Ergebniseffekt" haben.

"Wir haben damit einen Ausgleich zwischen den Interessen von Mitarbeitern, Management, Käufer und Verkäufer erzielt", sagte Hochtief-Chef Verdes. Der französische Konzern erbringt mit rund 30.000 Mitarbeitern in 31 Ländern mechanische und elektrische Ingenieurleistungen für Unternehmen und die öffentliche Hand und machte 2012 einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro. Die Neuigkeiten kamen am Markt gut an: Im nachbörslichen Frankfurter Handel stieg die Hochtief-Aktie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom selben Tag um rund 1,4 Prozent.

Der vom spanischen Mehrheitseigner ACS entsandte Hochtief-Chef Verdes hatte nach seiner Amtsübernahme im vergangenen November angekündigt, den Konzern umzukrempeln und auf Profit zu trimmen. Hochtief soll sich wieder auf seine Wurzeln besinnen: den klassischen Baubereich. Der Manager hatte deshalb die Dienstleistungssparte Ende Februar offiziell zum Verkauf gestellt. Hochtief schlägt damit eine andere Strategie ein als Konkurrent Bilfinger - dieser will das Dienstleistungsgeschäft ausdrücklich stärken.

"Mit dem Verkauf der Sparte lösen wir nun - nach der Veräußerung des Flughafengeschäfts - ein weiteres strategisches Versprechen ein", sagte Verdes. Mit der Umsetzung der neuen Strategie sei der Konzern weiterhin vollständig im Zeitplan. Der Verkauf unterliege bestimmten aufschiebenden Bedingungen sowie der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden. Das Closing der Transaktion sei spätestens bis Ende 2013 geplant. An dem Service-Geschäft waren einige Branchengrößen interessiert: etwa der finnische Baukonzern YIT, die österreichische Strabag und auch Bilfinger.

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