Heineken – Bier-Trinker in Europa zwischen Hitzewelle und Krisenstimmung

Heineken – Bier-Trinker in Europa zwischen Hitzewelle und Krisenstimmung

Das Sparprogramm läuft seit 2012. Im ersten Halbjahr 2013 litt Heineken an flauen Absätzen vor allem im wichtigen Markt Europa. Zwar kurbelte die Hitzewelle auf dem Kontinent im Juli die Bierverkäufe an, das anhaltend unsichere Umfeld hält in einigen wichtigen Märkten die Konsumausgaben aber weiter auf Sparflamme. An dieser Lage dürfte sich bis Jahresende nichts ändern, meint der Heineken-Vorstand.

Seit zehn Jahren gehört die österreichische Brau Union (Hauptmarken: Zipfer, Gösser, Schwechater, Puntigamer, Reininghaus) zu Heineken.

In den ersten sechs Monaten 2013 lag der Nettogewinn des drittgrößtem Bierkonzerns der Welt mit 639 Mio. Euro um 17 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie am Mittwoch in Amsterdam berichtet wurde. Die Umsätze stiegen um 3 Prozent auf 10,38 Mrd. Euro. Das lag allerdings daran, dass Heineken die Kontrolle über den Tiger-Bier-Hersteller Asia Pacific Breweries (ABB) erworben hat. Organisch gab der weltweite Umsatz im Halbjahr demnach um 1 Prozent nach.

Das schlechte Wetter in Europa, schwache Verbraucherstimmung auch in den USA und nachlassendes Absatzwachstum in Schwellenländern hat auf die Zahlen gedrückt. Bereinigt um die Zukäufe sowie Beteiligungsverkäufe ging der Absatz von Heineken-Bier im Halbjahr um 3 Prozent zurück. Am stärksten waren die Rückgänge in Westeuropa (minus 9 Prozent).

Als operativen Gewinn zum Halbjahr meldete Heineken heute 1,45 Mrd. Euro, ein Plus von 5 Prozent. Bereinigt um Sondereffekte weist der Konzern bis Juni einen Nettogewinn von 679 Mio. Euro aus, 1 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Heineken-Konzernchef Jean Francois van Boxmeer sprach mit Blick auf die herausfordernden Marktbedingungen von einer stabilen Performance. Der Konzern bleibt bei der Erwartung, im Gesamtjahr 2013 einen Gewinn in Vorjahreshöhe zu schaffen.

Wegen der schwächeren Nettoergebniszahlen und des verhaltenen Ausblicks fielen die Heineken-Aktien an der Börse von Amsterdam am Vormittag um fast 4 Prozent.

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