Grünes Licht für Fusion von US Airways und American Airlines

Grünes Licht für Fusion von US Airways und American Airlines

Die Kommission gab am Montag grünes Licht, nachdem die Airlines unter anderem der Abgabe von Landerechten (Slots) an den Flughäfen London Heathrow und Philadelphia zugestimmt hatten. Die Konzerne hatten Zugeständnisse angeboten, um Wettbewerbsbedenken zu zerstreuen. Die US-Kartellbehörden prüfen das Vorhaben noch.

Die beiden wirtschaftlich seit Jahren schwächelnden Airlines wollen mit der Allianz ihre Position gegenüber Delta und United Continental stärken. Zusammen kommen sie mit 113.000 Mitarbeitern auf einen Jahres-Umsatz von zuletzt knapp 39 Milliarden Dollar. Gemessen an den geflogenen Meilen sind sie der Branchenprimus. Künftig soll es pro Tag 6700 Flüge zu 336 Zielen in 56 Ländern geben.

Die geplante Fusion ist der vierte große Zusammenschluss in der US-Luftfahrtindustrie seit 2008: Delta Air Lines hatte Northwest gekauft, United und Continental schlossen sich zusammen und Southwest kaufte den Billigflieger AirTran.

Die Fusion soll jährlich Einsparungen von einer Milliarde Dollar bringen. Zunächst fallen aber einmalige Kosten von 1,2 Milliarden Dollar über drei Jahre an. Bei der Fusion fließt kein Geld, es gibt einen Aktientausch. Beide Airlines gelten allein als zu klein, um im Wettbewerb bestehen zu können. Am neuen Unternehmen wird die American-Mutter AMR 72 Prozent halten, Aktionäre von US Airways den Rest. Die fusionierte Gesellschaft soll unter dem Namen United Airlines fliegen. US Airways war seit Jahren vergeblich auf der Suche nach einem Partner und wurde deswegen spöttisch schon "das hässliche Mädchen" genannt.

Der neue Konzern soll den Plänen zufolge zur Allianz "Oneworld" um die British Airways gehören. US Airways müsste damit das Konkurrenz-Bündnis "Star Alliance" um die Lufthansa verlassen. Die Frankfurter haben dort aber mit United weiter einen wichtigen US-Partner.

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