Grohe will im Herbst an die Börse

Grohe will im Herbst an die Börse

Der deutsche Bad-Armaturenhersteller Grohe steuert Finanzkreisen zufolge auf einen Börsengang im Herbst zu.

Die Grohe-Eigner TPG Capital und Credit Suisse Private Equity stehen laut Finanzkreisen kurz davor, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Credit Suisse damit zu beauftragen, das nordrhein-westfälische Unternehmen an den Kapitalmarkt zu begleiten oder zu verkaufen. Auch Deutsche Bank und UBS sollen eine Rolle erhalten, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen.

Grohe, seine Eigentümer und die Banken wollte sich zu den Plänen nicht äußern. Die Banken werden in der Regel fünf bis sechs Monate vor einem Börsengang ausgewählt.

Mit einem Weltmarktanteil von acht Prozent sieht sich Grohe als größter Badezimmer-Ausstatter Europas. Der Konzern dürfte bei der Emission mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet werden. Die Eigentümer behielten sich - wie bei Finanzinvestoren üblich - aber auch einen direkten Verkauf des Unternehmens vor, sagte einer der Insider.

Die Finanzinvestoren waren 2004 für 1,5 Milliarden Euro eingestiegen - wovon der größte Teil über Schulden finanziert wurde, die auf das Unternehmen überwälzt wurden. Die Übernahme von Grohe und die Verlagerung eines Teils der Produktion ins Ausland hatte die "Heuschrecken-Debatte" um den Nutzen von Finanzinvestoren für die Wirtschaft ausgelöst.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Grohe bei einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro einen operativen Gewinn (EBITDA) von 273 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Das Unternehmen, das 9.000 Mitarbeiter beschäftigt, zahlt früheren Angaben zufolge 80 bis 90 Millionen Euro Zinsen im Jahr. Der chinesische Partner Joyou, an dem Grohe 72 Prozent hält, ist bereits börsennotiert. Grohe selbst war im Jahr 2000 vom Finanzinvestor BC Partners von der Börse genommen worden.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge