Griechische Lotterien: Nur einer will kaufen

Griechische Lotterien: Nur einer will kaufen

"Verkaufen, verkaufen, verkaufen, ..." – um die Zusagen an die internationalen Geldgeber einzuhalten, soll die griechische Regierung auf "Teufel komm raus" privatisieren. In Zeiten der Krise kein einfaches Unterfangen, wie der laufende Verkauf einer Gruppe von Lotto-Gesellschaften zeigt.

Bei der Privatisierung einer Gruppe von griechischen Lotto-Gesellschaften ist als einziger Bieter der, selbst vor dem Verkauf stehende staatlich kontrollierte Wettmonopolist Opap übrig geblieben. Dies teilte die Privatisierungsbehörde HRADF mit. Opap und seine Partner Intralot, Lottomatica und Scientific Games könnten damit als einzige den Zuschlag für eine Zwölf-Jahres-Lizenz erhalten, wenn sie bis zum 10. Dezember ein verbindliches Angebot vorlegen. Die Lottofirmen wiesen 2010 einen Umsatz von 348 Millionen Euro aus.

Opap-Privatisierung: Deutscher Konzern steht ante portas

Die Trennung von Staatseigentum ist eine der zentralen Zusagen an die internationalen Geldgeber, die Griechenland mit Milliardenhilfen über Wasser halten. Bislang kommt die Regierung in Athen bei den Privatisierungen jedoch kaum voran. So belaufen sich die Einnahmen aus dem Verkauf staatlicher Firmen oder Anteile seit Mai 2010 auf rund 1,6 Milliarden Euro. Angepeilt waren ursprünglich insgesamt 19 Milliarden Euro bis 2015, das Ziel wurde jedoch jüngst auf etwa elf Milliarden Euro bis 2016 angepasst. Unter den im kommenden Jahr anstehenden Privatisierungen zählt Opap zu den Kronjuwelen. Für ihn gibt es acht Interessenten, darunter den deutschen Spielhallenbetreiber Gauselmann.

Aktuell notiert die Opap-Aktie nahe Ihres 10 Jahres-Tiefs.

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