Griechenland: Bank-Aktien crashen wieder mal

Griechenland: Bank-Aktien crashen wieder mal

Die griechischen Bankenwerte haben am Mittwoch ihre Talfahrt im Sog der Ankündigung eines Anleiherückkaufs durch den griechischen Staat fortgesetzt.

Die Titel brachen um 5,2 Prozent ein. Der Athener Leitindex notierte 1,1 Prozent niedriger. Die Banken fürchten, dass für sie der Rückkauf der Anleihen in jedem Fall Verluste mit sich bringen wird.

Neben den einheimischen Banken halten vor allem Hedgefonds noch Hellas-Staatsanleihen. Für sie könnte sich der Rückkauf auch lohnen - je nachdem, wann sie die Anleihen zu welchem Preis gekauft haben. Entscheidend für den Erfolg der Aktion sei letztlich, wie viele private Anleger das Angebot der Griechen annehmen werden, erklärten Analysten in Frankfurt und London. Und genau das sei fraglich. Einige Hedgefonds könnten darauf setzen, dass die Kurse der Anleihen steigen werden, je unwahrscheinlicher ein Staatsbankrott Griechenlands werde, erklärte Gabriel Sterne, Ökonom bei Exotix.

Der Preis, den die Griechen den privaten Anlegern anbieten wollen, soll nicht höher als die Schlusskurse der Papiere vom 23. November liegen. In Brüsseler Verhandlungskreisen wurde schon am Montagabend kolportiert, dass ein Angebot von 35 Cent für jeden Euro, den Griechenland in Form von Anleihen schuldet, erwogen wird. Frankfurter Analysten nannten eine Spanne von 30 bis 35 Cent je nach Laufzeiten.

Zehnjährige griechische Anleihen notieren derzeit bei 34,87 Punkten und rentieren 16,29 Prozent. Zum Vergleich: Die entsprechende Bundesanleihe notiert bei 100,93 Punkten und rentiert bei 1,40 Prozent.

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