Google druckt weiterhin Geld, Amazon enttäuscht und schockiert

Google druckt weiterhin Geld, Amazon enttäuscht und schockiert

Die Internet-Giganten Google und Amazon haben ihre Quartalsergebnisse vorgelegt. Google erntet dafür den Applaus, Amazon den Unwillen der Analysten.

Der Internetkonzern Google bleibt eine Geldmaschine. Im Schlussquartal verdiente das Unternehmen aus dem Silicon Valley dank eines florierenden Werbegeschäfts unterm Strich 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro). Das war ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie Google am Donnerstag am Sitz in Mountain View mitteilte.

Die Handytochter Motorola blieb währenddessen ein Verlustbringer. Sie verlor operativ 384 Millionen Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie noch vor einem Jahr. Google hatte Motorola erst vor zwei Jahren übernommen und verkauft die Sparte nun an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo weiter. Der Umsatz von Motorola war trotz neuer Modelle wie dem Moto X um ein Viertel auf nicht einmal mehr 1,2 Milliarden Dollar gefallen. Dagegen stiegen die konzernweiten Einnahmen insbesondere aus der Internetwerbung kräftig an. Insgesamt lag Die Aktie stieg nachbörslich.

Amazon schockiert die Anleger

Der erfolgsverwöhnte Online-Händler Amazon hat die hochgesteckten Börsen-Erwartungen im Weihnachtsquartal nicht erfüllen können. Der US-Konzern konnte zwar auf dem hart umkämpften Heimatmarkt kräftig zulegen und seinen Umsatz insgesamt um ein Fünftel auf 25,6 Milliarden Dollar steigern. Schlimmer noch: US-Konzern schockierte die Anleger am Donnerstag nach Börsenschluss mit der Aussicht auf einen möglichen Verlust im laufenden Quartal.

Das von Firmengründer Jeff Bezos geführte Unternehmen konnte im Schlussquartal auf dem hart umkämpften Heimatmarkt zwar kräftig zulegen. Außerhalb der USA kletterten die Erlöse mit 15 Prozent aber nicht so stark wie gedacht. Konzernweit blieb der Umsatzzuwachs daher mit rund 20 Prozent auf 25,6 Milliarden Dollar um knapp 500 Millionen Dollar hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Ein ähnliches Bild ergab sich beim Netto-Gewinn: Diesen konnte Amazon zwar auf 239 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Pro Aktie verfehlte der Konzern aber auch hier die Expertenschätzungen.

Zudem machte Anlegern der Ausblick zu schaffen. Amazon kündigte ohne weitere Begründung an, das laufende Quartal werde unter dem Strich irgendwo zwischen einem Gewinn von 200 Millionen Dollar oder einem Verlust in gleicher Höhe abgeschlossen. Das ist bei Amazon eigentlich nichts Besonderes, weil der Konzern in der Vergangenheit immer Investitionen in vielversprechende neue Geschäftsfelder wichtiger fand als das Bestreben, rote Zahlen unbedingt zu vermeiden. Doch hätten sich die Erwartungen der Anleger in diesem Punkt inzwischen möglicherweise geändert, sagte Analyst Colin Gillis von BGC Financial.

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