GlaxoSmithKline kurz vor Übernahme von Human Genome

GlaxoSmithKline kurz vor Übernahme von Human Genome

Human Genome und GSK kooperieren bereits miteinander.

Nach dreimonatigem Ringen um eine feindliche Übernahme der US-Biotechfirma Human Genome Sciences verhandelt der britische Pharmariese GlaxoSmithKline Kreisen zufolge über einen Abschluss des 2,6 Milliarden Dollar schweren Geschäfts. Beide Seiten seien am Wochenende zusammengekommen, sagten Eingeweihte am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund sei das von den Amerikanern selbst gesteckte Ziel, sich bis Montag ein höheres Gegengebot zu sichern und so die Briten auf Abstand zu halten. Doch Kreisen zufolge ließ das US-Unternehmen Celgene, auf das sich die Hoffnungen von Human Genome gerichtet hatten, seine Übernahmepläne auf Druck von Analysten und Investoren fallen.

Humane Genome steht damit unter Druck seiner eigenen Aktionäre, bis Montag eine Einigung mit GlaxoSmithKline zu erzielen. So soll den Kreisen zufolge ein Absturz der Human-Genome-Aktie verhindert werden, weshalb die Verhandlungspartner noch am Wochenende zusammenkamen. Ein Glaxo-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab, bei Human Genome war dafür zunächst niemand zu erreichen. Glaxo hatte Human Genome im April 13 Dollar je Aktie geboten, eine Abfuhr kassiert und dann die Frist verlängert.

Der größte britische Pharmakonzern will sich mit dem Kauf von Human Genome den Zugriff auf eine Reihe vielversprechender Wirkstoffe in der Entwicklung sichern. Dazu gehören neue Medikamente gegen Herzerkrankungen und Diabetes. Beide Arzneimittelhersteller arbeiten schon lange zusammen. Unter anderen kooperieren sie bei dem neuen Medikament Benlysta zur Behandlung der Autoimmunerkrankung Lupus, dem Experten allein in den USA Spitzenumsätze in Milliardenhöhe zutrauen.

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