Gewinnschub bei Siemens, dennoch keine Euphorie im Vorstand

Gewinnschub bei Siemens, dennoch keine Euphorie im Vorstand

Obwohl sich der Elektrokonzern Siemens über einen Gewinnschub zum Start ins neue Jahr freuen darf, erwartet der Vorstand Gegenwind durch den starken Euro und anhaltende Projektrisiken. Das Branchenumfeld habe sich nicht zählbar verbessert, meint Vorstandschef Joe Kaeser.

Das gelte vor allem für Geschäfte mit kurzen Zyklen, etwa die Industrieautomatisierung. Mit spürbaren Impulsen sei erst gegen Jahresende zu rechnen. An seiner Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr hielt Siemens fest.

Denn nicht der Umsatz ist für den Gewinnschub verantwortlich. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember) fuhr Siemens einen Sparkurs, verkaufte Immobilien und vermied hohe Belastungen durch Problem-Projekte. Der Gewinn nach Steuern kletterte um 20 Prozent auf knapp 1,5 Miliarden Euro.

Starker Euro schwächt Siemens
Der starke Euro drückte jedoch auf den Umsatz, der um drei Prozent auf 17,3 Milliarden Euro nachgab. Den Auftragseingang steigerte Siemens um neun Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Der Konzern konnte im ersten Geschäftsquartal mehrere Großaufträge an Land ziehen, unter anderem für die U-Bahn im saudi-arabischen Riad sowie im Windkraft- und Kraftwerksgeschäft.

Vorstandschef Kaeser sprach von einem soliden Quartal: "Wie erwartet hat uns dabei das wirtschaftliche Umfeld nicht geholfen." Das Kostenmanagement und die Steigerung der Produktivität müssten im Fokus bleiben. Im Geschäftsjahr will Siemens weiterhin sein Ergebnis je Aktie von zuletzt 5,08 Euro um mindestens 15 Prozent steigern. Der Elektroriese plant zudem den Rückzug von der US-amerikanischen Börse. Das Handelsvolumen in den USA sei zu gering. Auch solle dadurch die Finanzberichterstattung vereinfacht werden.

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