Gericht weist Schadenersatzklagen gegen Porsche ab

Gericht weist Schadenersatzklagen gegen Porsche ab

Im Rechtsstreit um Schadenersatzforderungen von Aktionären hat die Porsche Holding einen Etappensieg errungen.

Das Landgericht Braunschweig wies am Mittwoch zwei Klagen gegen Porsche wegen Marktmanipulation ab. Eine Begründung soll im Laufe des Vormittags folgen. Die Kläger hatten Porsche vorgeworfen, die Anleger über die Absicht zur Beherrschung von VW im Jahr 2008 getäuscht zu haben.

Vorstandschef Matthias Müller sagte am Mittwoch zu Reuters, die Entscheidung des Landgerichts sei erfreulich. Näher wollte er sich nicht äußern. Ein Porsche-Sprecher sagte, das Unternehmen werde sich gegen alle anhängigen Klagen mit aller Kraft wehren. Gegen Porsche liegen in Braunschweig drei weitere Klagen über mehr als vier Milliarden Euro Schadenersatz wegen angeblicher Marktmanipulation im Zuge der gescheiterten VW-Übernahme vor.

Die Nachricht verlieh den Porsche-Aktien zur Eröffnung jedenfalls Flügel: Die Titel stiegen um bis zu 6,9 Prozent auf ein Viereinhalb-Monats-Hoch von 46,16 Euro. Dabei wechselten innerhalb der ersten halben Handelsstunde bereits mehr Porsche-Papiere den Besitzer als an einem gesamten Durchschnittstag.

"Die Nachricht ist leicht positiv für Porsche", schrieb DZ Bank-Analyst Michael Punzet in einem Kommentar. "Allerdings sind noch zahlreiche Klagen im Volumen von mehreren Milliarden Euro in Deutschland und den USA anhängig." VW notierten 0,9 Prozent fester.

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