General Motors trennt sich von sämtlichen Peugeot-Aktien

General Motors trennt sich von sämtlichen Peugeot-Aktien

Der US-Autobauer General Motors Co., der erst im vergangenen Jahr eine Beteiligung an PSA Peugeot Citroen erstanden hatte, stößt nun das gesamte Aktienpaket wieder ab.

Die Allianz hatte weniger Einsparungen gebracht, als sich die beiden Fahrzeugbauer versprochen hatten. Zudem hatte der französische Konzern angekündigt, die Kooperation mit seinem chinesischen Partner Dongfeng Motor Corp. ausbauen zu wollen.

Das Investment von GM über 320 Mio. Euro war Teil der Verbindung mit Peugeot, in deren Rahmen Einsparungen durch den gemeinsamen Einkauf und bei der Produktentwicklung gefunden werden sollten. So wollten beide Konzerne ihre Ergebnisse in Europa verbessern. Die Zusammenarbeit wurde mittlerweile eingeschränkt, und Peugeot erklärte am Donnerstag, dass die Einsparungen 40 Prozent geringer als ursprünglich erwartet ausfallen würden. “Der Verkauf macht deutlich, dass die Partnerschaft nicht wie erwartet funktioniert hat”, sagt David Whiston, ein Analyst bei Morningstar Inc. Niemand an der Wall Street “hat dies jemals für eine so gute Idee gehalten”.

GM wird die 24,8 Mio. Aktien in einer Privatplatzierung an institutionelle Investoren abgeben, wie der US-Autobauer am Donnerstagabend mitteilte. Betreut wird die Transaktion von Goldman Sachs Group Inc.

Die Aktien sollen Vermögensverwaltern zu 10 Euro bis 10,25 Euro angeboten werden, erklärte eine mit den Plänen vertraute Person, die nicht namentlich genannt werden wollte.

Der Aktienkurs von Peugeot, der bereits am Donnerstag um 7,6 Prozent eingebrochen war, büßte am Freitagvormittag in der Spitze weitere 11,6 Prozent bis auf 9,39 Euro ein. Titel von GM verloren am Donnerstag in New York 0,3 Prozent auf 40,05 Dollar.

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