Gelingt Blackberry-Verkauf, casht CEO Heins ab

Gelingt Blackberry-Verkauf, casht CEO Heins ab

Sollte es zum Blackberry-Verkauf kommen und er seinen Posten an der Spitze verlieren, erhält Heins 55,6 Mio. Dollar. Das geht aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht von Mai hervor. Die Summe setzt sich zusammen aus Gehalt, Bonuszahlungen und Aktienzuteilungen, die auf dem Aktienkurs von Blackberry zum Ende des vierten Quartals basieren. Blackberry-Aktionäre genehmigten den Plan am 9. Juli.

In der vergangenen Woche ist der Aktienkurs um 19 Prozent nach oben geschossen. Es kamen Spekulationen auf, dass der Smartphone-Anbieter aus Kanada zum Verkauf steht. Am 12. August hatte Blackberry gemeldet, es sei ein Komitee gegründet worden, das sich mit einem möglichen Verkauf oder Partnerschaften beschäftigt.

Prem Watsa gab seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat bekannt. Der Geschäftsmann aus Toronto ist der größte Aktionär. Das gab Gerüchten Auftrieb, er könnte bei der Rettung eine Rolle spielen.

Wenig Interesse an Blackberry

Gleichwohl dürfte es schwierig zu werden, für Blackberry Käufer zu finden. Aus informierten Kreisen verlautete, dass JPMorgan Chase & Co. und RBC Capital Markets in aller Stille fast ein Jahr lang Gespräche mit möglichen Bietern geführt haben. Dabei habe sich herausgestellt, dass wenig Interesse an der Gesellschaft bestand.

Wenn CEO Heins den Hut nimmt, ohne dass sich die Eigentümerverhältnisse bei Blackberry ändern, erhält er insgesamt 22 Mio. Dollar. Die Unterlagen weisen nicht im Detail aus, was passieren könnte, sollte sich das Szenario einer Zerschlagung komplexer gestalten.

Günstiger Zeitpunkt

Trotz des jüngsten Kurssprungs notiert die Blackberry-Aktie 24 Prozent unter dem Kurs vom 28. März, der den Berechnungen im Fall eines Ausscheidens von Heins zugrunde gelegt wurde. Auf dem aktuellen Kursniveau wäre Heins wohl berechtigt, insgesamt mit 44 Mio. Dollar abgefunden zu werden, zeigen Berechnungen von Bloomberg. Adam Emery, Sprecher von Blackberry, lehnte einen Kommentar ab.

Heins ist seit Januar 2012 CEO bei Blackberry. Er folgt auf die beiden Co-CEOs Mike Lazaridis und Jim Balsillie, die auf Druck der Aktionäre zurücktraten. Er arbeitet seit 2007 für das kanadische Unternehmen, nachdem er zuvor über zwei Jahrzehnte in Diensten der Siemens AG stand.

Bei der Zusammenstellung des Vergütungspakets für den Manager habe sich Blackberry an einer Gruppe von Technologieunternehmen orientiert, darunter Amazon.com Inc., Nokia Oyj und Yahoo! Inc., geht aus der Mitteilung vom Mai hervor. “Dabei wurde beschlossen, die Direktvergütung von Herrn Heins gegenüber dem Median der Vergleichsgruppe konservativ anzusetzen, und die Komponente für leistungsabhängige Bezahlung zu betonen”, hieß es darin.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge

Börse

Renault mit 2015 Rekordsatz - Abgasskandal drückt Aktienkurs