Finanzmarktaufsicht ermittelt gegen kroatische Erdölgesellschaft INA

Finanzmarktaufsicht ermittelt gegen kroatische Erdölgesellschaft INA

Kroatiens Finanzmarktaufsicht HANFA ermittelt gegen die Erdölgesellschaft INA. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht laut Medienberichten die Frage, ob INA-Vorstandsvorsitzender Zoltan Aldott vertrauliche Informationen zurückgehalten hat, die Einfluss auf laufende Verhandlungen des Unternehmens mit der kroatischen Regierung haben könnten.

INA ist die kroatische Tochter der ungarischen MOL. Konkret geht es bei den Ermittlungen um Aldotts Doppelrolle als INA-Chef und Verhandler mit der kroatischen Regierung zum Gesellschaftervertrag. Damit verbundene Schiedsverfahren sowie Medienberichte besagen, dass MOL ihren INA-Anteil verkaufen wolle.

Nach Ansicht der HANFA müssen solche Informationen veröffentlicht werden. Die Strafe für die Unterlassung kann bis zu 1,5 Millionen Kuna (195.874 Euro) betragen. Kroatiens Regierung, deren Anteil knapp 45 Prozent beträgt und MOL (49,1 Prozent) verhandeln seit August 2013 über die Änderung des 2009 abgeschlossenen Gesellschaftervertrags, mit dem MOL die Führung der INA übernahm, ohne die Aktienmehrheit zu haben.

Schiedsverfahren gegen MOL

MOL hatte Ende 2013 ein Schiedsverfahren gegen die kroatische Regierung eröffnet, die ihrerseits im Jänner ein Schiedsverfahren gegen MOL startete. MOL bestätigte auch offiziell die Absicht, ihren Anteil zu verkaufen. Als Hauptinteressenten gelten inoffiziell die russischen Konzerne Rosneft und Gazpromneft.

Die HANFA wollte die Berichte nicht kommentieren. Bei INA hieß es, dass man mit vertraulichen Informationen im Einklang mit den Gesetzen des Kapitalmarktes handle und, dass deren Schutz garantiert sei. „Außerdem steht die Teilnahme von Herrn Aldott an den Gesprächen im Einklang mit den Vorschriften der Republik Kroatien und den internen Dokumenten der Gesellschaft“, so INA in einem Statement.

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