Fiat schluckt Chrysler

Fiat schluckt Chrysler

Für 4,35 Milliarden Dollar hat Fiat den Minderheitsanteil vom Gesundheitsfonds der nordamerikanischen Autogewerkschaft übernommen. Der Autohersteller Chrysler aus Detroit gehört nun vollständig zu Fiat.

Mailand. Der Kauf der noch fehlenden knapp 41,5 Prozent Chrysler-Anteile sei perfekt. Fiat hatte monatelang mit dem gewerkschaftsnahen Fonds Veba um dieses Aktienpaket gerungen und schließlich zusammen mit Chrysler 3,65 Milliarden Dollar in bar auf den Tisch gelegt. Weitere 700 Millionen Dollar sollen Veba über drei Jahre hinweg überwiesen werden. Unter dem Druck eigener Verluste setzt Fiat große Hoffnungen in das profitable Unternehmen aus Detroit.

Der Schwerpunkt des vor mehr als 100 Jahren gegründeten Fiat-Konzerns verschiebt sich mit der Fusion zum siebtgrößten Autobauer weltweit. So soll das Fiat-Management am 29. Januar über den künftigen Hauptsitz des Unternehmens sowie eine mögliche Börsennotierung außerhalb Italiens beraten. Es wird damit gerechnet, dass Marchionne die Fiat-Zentrale trotz des erwarteten Widerstands in seiner Heimat im Ausland ansiedeln will. Als Möglichkeiten für die Notierung des fusionierten Konzerns hatte er in der vergangenen Woche sowohl New York als auch Hongkong ins Gespräch gebracht. Am Dienstag notierten die derzeit noch in Mailand gelisteten Fiat-Aktien rund 1,8 Prozent im Plus, während die Standardwerte dort nur um 0,1 Prozent zulegten.

Der entsprechende Vertrag mit dem Gesundheitsfonds zur Übernahme von deren Anteil in Höhe von 41,5 Prozent sei endgültig geschlossen. Der Gesundheitsfonds der Gewerkschaft bekommt aus der Kasse von Chrysler 1,90 Mrd. Dollar, 1,75 Mrd. Dollar zahlt Fiat. Zudem erhält der Fonds von Chrysler weitere 700 Mio. Dollar in vier jährlichen Raten. Die erste wurde laut Fiat bereits bezahlt.

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