"Erste Vorboten einer Börsenkorrektur erkennbar"

"Erste Vorboten einer Börsenkorrektur erkennbar"

Erste Branche und eine Aktienklasse korregieren bereits. Aber Jeff Hochmann glaubt nicht an einen großen Crash: "Es geht um eine zyklische Korrektur in einem langfristigen Bullenmarkt."

"Im Jahr 2009 hat an den Aktienmärkten in den USA und Europa ein langfristiger Bullenmarkt begonnen. Nach fünf Jahren erscheint nun aber eine Pause wahrscheinlich", glaubt Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelity.

Nach langer Bärenphase, langer Bullenmarkt

Mitte der 1940er-Jahre und zu Beginn der 1980er-Jahre war die Situation ähnlich: Beide Male hatten die Märkte lange Bärenmarktphasen hinter sich gelassen. Der nachfolgende Anstieg wurde durch Konsolidierungsphasen unterbrochen. Danach kehrten die Märkte zu einem langfristigen Aufwärtstrend zurück.

Korrektur bei Small Caps und Finanztitel als Vorboten

Als Vorbote einer Konsolidierung sieht Fidelity die jüngste Korrektur bei Wachstumswerten, Small Caps und Finanztiteln betrachtet werden. Für eine Pause beim Aufwärtstrend würden auch die erwarteten Unternehmensgewinne sprechen, die den größten Risikofaktor für 2014 darstellen.

"Aus charttechnischer Sicht dränge sich keine Branche für ein Investment auf"

Trotz der verbreiteten Hoffnung auf Gewinnwachstum gibt es doch einige Korrekturen nach unten. Hochman: "Die Märkte der entwickelten Länder weisen Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) auf, die im historischen Vergleich als fair bis teuer anzusehen sind. In einem inflationsfreundlichen Umfeld können sich die Bewertungen zwar weiter ausweiten, viel Luft bleibt dafür aber nicht. Auf Sektorebene drängt sich aus charttechnischer Sicht keine Branche auf."

Umfeld bleibt positiv

Die gute Nachricht aber ist laut Fideltiy, dass es sich bei der anstehenden Konsolidierung nicht um den Beginn eines neuen Bärenmarktes handelt. Vielmehr bleibt das Umfeld für Aktien positiv. Hochman: "Wir befinden uns in einer Marktphase, in der eine zyklische Korrektur wahrscheinlich erscheint, auf die zum Jahresende aber ein erneuter Kursanstieg folgt."

Dollar soll im zweiten Halbjahr wieder stärker werden

Bei Anleihen lässt die technische Analyse, nach Einschätzung von Fidelity, statt eines Zinsanstiegs im zweiten Halbjahr 2014 einen Rückgang der langfristigen Renditen um 25 bis 50 Basispunkte möglich erscheinen. "Der US-Dollar dürfte endlich stärker werden, auch wenn dies mehr mit der Schwäche anderer Währungen wie dem Euro oder dem britischen Pfund zu tun haben dürfte", analysiert Hochman.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge