Eine herbe Enttäuschung von Blackberry

Eine herbe Enttäuschung von Blackberry

Nach einem Ausnahmequartal um die Jahreswende, das die Skeptiker kurz hatte ruhiger werden lassen, rutschte der kanadische Konzern im abgelaufenen Geschäftsquartal wieder in die roten Zahlen - und das tiefer als von Analysten erwartet. Blackberry selbst hatte in Aussicht gestellt, die Gewinnschwelle zu erreichen.

Doch die am Freitag vorgelegten Zahlen sprachen eine andere Sprache, und Blackberry erhielt dafür an der Börse prompt die Quittung: Jeweils mehr als 25 Prozent stürzten die Aktien in New York und Toronto in die Tiefe.

Auch für das laufende Vierteljahr rechnet Blackberry mit einem Verlust. Einen konkreten Ausblick für den Rest des Jahres wagte der früher als Research in Motion (RIM) bekannte Konzern nicht. Der mittlerweile von vielen totgesagte Smartphone-Pionier versucht derzeit mit neuem Namen, verbesserten Strukturen und vor allem mit seiner neuen Modell-Reihe Blackberry 10 gegen die allgegenwärtige Konkurrenz von Apples iPhone und Samsungs Galaxy-Geräten anzukommen.

Doch in seinem am 1. Juni beendeten ersten Quartal verbuchte Blackberry einen Nettoverlust von 84 (Vorjahr: 518) Millionen Dollar oder 16 (99) Cent je Aktie, wie das Unternehmen mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von sechs Cent je Papier erwartet sowie einen Umsatz von 3,36 Milliarden Dollar. Der Erlös kletterte aber nur auf 3,1 Milliarden Dollar - ein Plus von neun Prozent.

CEO: Erhöhter Investitionsbedarf für harten Wettbewerb

In den drei Monaten bis 2. März hatten sich die Nordamerikaner in dem erbitterten Kampf um die Gunst der Kunden noch etwas Luft verschafft: Dank des neuen Hoffnungsträgers Blackberry 10, Kostensenkungen und eines verbesserten Vertriebs verdienten sie 98 Millionen Dollar.

In seinem am 1. Juni endenden ersten Quartal summierte Blackberry den Verlust unter dem Strich auf 84 (Vorjahr: 518) Millionen Dollar oder 16 (99) Cent je Aktie, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab. Einmaleffekte herausgerechnet stand ein Nettoverlust von 67 Millionen Dollar oder 13 Cent zu Buche. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von sechs Cent je Papier erwartet sowie einen Umsatz von 3,36 Milliarden Dollar. Der Erlös kletterte aber nur auf 3,1 Milliarden Dollar - ein Plus von neun Prozent.

Der mittlerweile von vielen totgesagte Smartphone-Pionier versucht derzeit mit neuem Namen, verbesserten Strukturen und vor allem mit seiner neuen Modell-Reihe Blackberry 10 gegen die schier übergroß gewordene Konkurrenz von Apples iPhone und Samsungs Galaxy-Geräten anzukommen. In den drei Monaten bis 2. März hatten sich die Nordamerikaner im erbitterten Kampf etwas Luft verschafft und dank des neuen Hoffnungsträgers, Kostensenkungen und eines verbesserten Vertriebs 98 Millionen Dollar verdient.

Im abgelaufenen Quartal stiegen die Auslieferungen, wie Blackberry weiter mitteilte. Der Hersteller schlüsselte aber nicht auf, wie viele der neuen Geräte verkauft wurden. Der Markt sei weiter sehr umkämpft, deshalb sei schwer abzuschätzen, wie sich das Geschäft weiterentwickle, so Blackberry. Der deutsche Konzernchef Thorsten Heins verwies auf einen erhöhten Investitionsbedarf in einem harten Wettbewerbsumfeld. Im vergangenen Jahr hatte sich die Firma auf die Entwicklung neuer Telefone und ihre Funktionsfähigkeit konzentriert, die dann aber zum Weihnachtsgeschäft 2012 nicht auf den Markt kamen.

In New York büßten Blackberry-Aktien 26,3 Prozent ein, in Toronto warn es gut 27 Prozent.

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Börse

IBM wieder mit Umsatzrückgang - das 15. Quartal in Folge